Cali liegt im Südwesten Kolumbiens im Cauca-Tal, in dem vor allem Zuckerrohr angebaut wird.
Der Zugang zum Pazifik, zur Hafenstadt Buenaventura, wird durch die steile, zerklüftete Westkordillere begrenzt.
Cali hat ca. 2,5 Millionen Einwohner, allerdings ist die genaue Einwohnerzahl nicht wirklich bekannt. Es gibt in Kolumbien aus unterschiedlichsten Gründen eine sehr hohe Binnenmigration, Vertreibung, vor allem aus ländlichen Regionen in die Städte.
Die Siedlungen oder Stadtteile dieser Vertriebenen, hier „Invasiones“ genannt, sind überwiegend No-Go-Areas.
Der Straßenverkehr und vor allem die damit einhergehende Umweltverschmutzung ist heftig. Besonders krass sind Zweitakter, Busse und LKW. Letztere ziehen meist eine gigantische schwarze Rauchfahne hinter sich her. Wehe wenn man aufgrund des dichten Verkehrs nicht an ihnen vorbeikommt…
Ach ja – und all das bei brutaler Hitze!

Motorradfahren hat etwas von GoCartfahren auf dem Jahrmarkt. Dichtgedrängt nebeneinander, vor die KFZ gewuselt, die Ampel zeigt noch nicht ganz grün und schon geht es los. Immer den Blick auf die Gullydeckel gerichtet, die können manchmal ziemliche Schlaglöcher sein, geht die Fahrt dann links oder rechts, auf jeden Fall mit rasanten Spurwechseln durch die Stadt.
Insgesamt klappt das sehr gut, mit permanenter Rundumsicht, viel Rücksichtnahme und nie darauf vertrauen, das der Vorherfahrende das Erwartbare tut; er könnte rechts blinken und links abbiegen….
Das Motorrad bietet hierbei Vorteile: man kommt schneller voran und bei einem Stau wuselt man sich so durch.
Ich habe kurz überlegt eine Atemschutzmaske zu tragen, aber angesichts der Hitze…




