Für uns Schengen-verwöhnte Europäer ist so ein Grenzübergang ja eine völlig ungewohnte Erfahrung, meist nehmen wir eine Grenze überhaupt nicht mehr wahr – na gut , es gibt natürlich Ausnahmen, wenn plötzlich überall weiß-blaue Rautenfahnen wehen, Weißbier ausgeschenkt wird und man auf in Leder gekleidete, breithüftige, kleinwüchsige, quadratschädlige Alpentalbewohner trifft, die gutturale Laute ausstoßen, dann ist man in xxxxx eingetroffen (ich meine Klischees sind die Grenze).
Jetzt also endlich mal wieder die sinnliche Erfahrung eines Grenzübergangs, mit allem was so dazugehört – das lange nicht gehörte Geräusch von Stempeln, diverse Schalter, inkompetente, entscheidungsschwache Mitarbeiter, in voller Souveränität entscheidende Chefs und das tiefe Ausatmen, wenn es dann endlich geschafft ist. Das alles hat uns Schengen genommen …. die vielen persönlichen Gespräche mit Beamten, das Sitzen auf bequem geformten Plastikschalensitzen, wir durften sogar Fotos von unseren Motorrädern machen von vorne und hinten!!! Wir hatten sogar nach langen Anläufen Email-Verkehr mit dem Zoll…und ein ganz wichtiges Papier haben wir auch noch bekommen!
Nach schlappen etwas mehr als nur zwei Stunden waren wir durch.
Da uns ja noch einige Grenzübergänge bevorstehen, vergeben wir hier noch keine Benotung.
Ach Schengen, du hast uns die ganze Emotionalität, die tiefe sinnliche Erfahrung eines Grenzübergangs durch Nichts ersetzt…
Fotos können wir an dieser Stelle leider nicht liefern.