04.03.2024
Gefahrene Strecke ca. 190 Kilometer


Nach einem kleinen Frühstück an einem der in Peru typischen Straßenstände, starteten wir voller Elan und aufgrund der gestrigen Erfahrungen, vorsorglich mit schnittigen langen Unterhosen, dicken Handschuhen und Schal.


Die ersten ca. 80 Kilometer ging es immer an einem mit großer Gewalt dahinrauschenden Fluss in einem engen Tal abwärts. An der einen oder anderen Stelle hatte der Fluß tiefe Wunden in die ansonsten vorzüglich ausgebaute Asphaltstraße geschlagen.
An einer Stelle mußten wir eine felsige Furt durchqueren, deren gröbste Felsbrocken sich unter dem Wasser kaum ahnen ließen. Mich hätte es auch beinahe ins Wasser gelegt – wäre keine große Freude gewesen – aber alles ist gut gegangen.
Mit tollen Kurven ging es immer weiter bis auf etwas über 2.000 Meter abwärts, d.h., es wurde wärmer. Also wieder raus aus der Michelin-Männchen-Kleidung.
Aufatmen – und gleich die nächste Herausforderung. Wir mussten das Tal verlassen, die Straße schraubte sich wieder aufwärts und rein in die Stadt Abancay. Das absolut wildeste Loch, durch das wir bislang gefahren sind.
Wir sind ja der festen Überzeugung, dass für die großen Straßen, die Nationalstraßen, der Staat zuständig ist; diese sind relativ gut gepflegt. Aber in der Stadt sind die Kommunen zuständig, da meist relativ arm, ist der Straßenzustand entsprechend.
Eine absolute Katastrophe – neben den üblichen und schon gewohnten Dingen wie Stau, Staub, Gestank, wildes Gehupe, usw. , kamen hier noch zahlreiche stinkende Sattelschlepper, enge, aufwärts führende Straßen, langgezogene, tiefe Schlaglochschikanen, querlaufende Wasserrinnen und ähnliches hinzu.
Nur Mut – selbstbewußt mit heftigem Einsatz der Hupe an den Schlangen vorbei ….. wer zuerst zuckt hat verloren.
Endlich raus aus dem Loch und schon geht es wieder aufwärts.



Jetzt wurde es wieder kühl. Klar, wieder rein in die wärmenden Klamotten.
Jetzt kommen die Wolken, also vorsichtig durch die Wolken und Kurven aufwärts schrauben. Es wird heller, die Sonne scheint und schon wieder ein großartiges Panorama.

Bei dem fremden Mann auf dem Foto handelt es sich zweifelsfrei um Florian.
Da ich ja, wie einige von euch vielleicht wissen oder erkannt haben, immer sehr viel Wert auf eine gut sitzende Haarfrisur lege 😁, ist es mir gestern gelungen auch die anderen beiden zu einem Friseurbesuch zu überreden. Es wurde einfach Zeit!
Hier die Ergebnisse:





Fotos hier.