55. Reisetag Lima – Barranca

31.03.2024

Gefahrene Strecke ca. 220 Kilometer

Lima – Barranca

Lima, Miraflores verlassen und über den Hafen Callao auf der Panamericana nach Norden fahren, das ist vor allem ein permanenter Wechsel zwischen unterschiedlichsten Lebenswelten, Universen, die einander fremd sind und Lichtjahre voneinander entfernt. So scheint es uns jedenfalls zu sein…

Miraflores, das ist eine Strandpromenade mit allem Überfluss und Schönheit und Ruhe und Gelassenheit, mit freundlichen Menschen, flanieren, schlendern, den Sonnenuntergang genießen (scheinbar) fern der Alltagssorgen, surfen, in die Wellen tauchen, Sonne genießen, Eis essen.

Und viel Sport, auch auf grünem, bewässertem Rasen. Radfahren, joggen – eben allem was man sich so vorstellen kann am Meer.

Steilufer bei Miraflores
Die Liebenden, Parque del Amor

Unterhalb der Steilküste führt eine phantastisch ausgebaute Straße am Meer entlang. Richtung Callao, Hafen von Lima.

Miraflores – Callao

Miraflores -Sieh auf die Blumen (frei übersetzt).

Der Name ist Programm.

Dann kommen in Richtung Callao einige Neubauviertel, dann nicht mehr viel und dann das Elend. Bastmattenhütten, staubige Straßen, kein Asphalt, Müllberge, zusammengebrochene Häuser, bewohnt.

Traurig, der Gegensatz ist einfach krass, hier das (scheinbar) unbeschwerte Leben, entspannt und voller Freude und dort der mühsame Lebenserhalt.

Dann Callao, La Punta, die Spitze.

Rot = unsere Route

Unten, auf der Karte, die alte spanische Festung, die den Hafen bewachte. Dann weiter oben, alte, gepflegte, koloniale Häuser. Dazwischen viel Grün, ruhig, kaum Verkehr, fast verträumt.

La Punta, Callao

Von La Punta wählten wir eine Strecke durch den Industriehafen. Viele LKW, Containerlagerplätze, Industrie, Fischgestank – Hafen eben.

Und dann wurde es schlimm.

Die Bilder können nicht wirklich zeigen, welchen Eindruck die mit dem grauen Untergrund eins werdenden Häuser teilweise machen….Bebauung bis auf die Höhen der Wüstenberge (wie kommt da Trinkwasser hin?). Kinder, die direkt neben der Straße spielen, Bretterverschläge, in denen Menschen wohnen….

Aufatmen, endlich raus aus der Stadt. Fahrtechnisch ohne größere Probleme…

Auf der Panamericana nach Norden.

Auf der Panamericana

Unsere Unterkunft in Barranca – Sahara Suites – lies einiges befürchten, Motel mit keiner Einsicht in die Zufahrt…

Nette Damen überm Bett

Wie sich herausstellte war der Eigentümer US-Amerikaner, verheiratet mit einer Peruanerin; er sprach kein Wort Spanisch.

Abends dann gutes Fischessen an einer Promenade mit Sonnenuntergang.

Barranca

Fotos hier.

Hinterlasse einen Kommentar