15. Reisetag Caraz – Chacas

20.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 120 Kilometer

Caraz – Chacas

Die Tour heute hatte es in sich und das in vielerlei Hinsicht.

Zunächst einmal sah das Wetter nicht wirklich viel versprechend aus, von Bergen oder Gletschern war nichts zu sehen. Wir hatten uns allerdings fest vorgenommen auf jeden Fall – auch bei Regen – über die Cordillera Blanca zu fahren.

Nach einem guten Frühstück, Reis mit Rühr- bzw. Spiegelei, klärte es zaghaft auf.

Aber dann: soeben biegen wir auf die eigentliche Bergstraße ein, Platten hinten.

Natürlich war das Glück mal wieder mit uns, die Schraube hatte uns mitten in einem Ort, Carhuaz, erwischt. Da muss es doch mindestens eine Werkstatt geben. Also, absatteln, kurze Checkung mit dem zweiten Motorrad, natürlich gibt es mehr als einen Reifenspezialisten im Dorf.

Florian und ich schoben das Mopped zur Werkstatt während FriWi das Gepäck sicherte.

Sehr elegant

Der Schlauch war leider nicht zu flicken. Und jetzt kommt die Überraschung: ja, natürlich haben wir einen Reserveschlauch dabei, originalverpackt, vom RE-Händler in Cali verkauft, leider ist das was draufsteht nicht drin.

Aber auch kein Problem, der Schrauber zauberte den passenden Schlauch herbei, montiert und weiter geht’s.

120/90-17 muss drauf
100/90-17 vom Händler verkauft

Und jetzt kam der spektakuläre Teil der Strecke.

Der Huascaran, der höchste Berg in Peru 6.768 m
Sehr gute Asphaltstraße
Gletscher
Gletscher
Unser höchster Punkt, kurz vor dem Passtunnel
Gletscher
Reichlich Spitzkehren

Das war heute wirklich eine atemberaubend schöne Strecke. Fast meinte man die Gletscher mit Händen greifen zu können, so dicht schienen sie zu sein; blauschimmernd und langsam ins Tal hinabgleitend. Grandiose Ausblicke und zahlreiche Spitzkehren und Wasserfälle…

Chacas ist ein hübsches kleines sehr gepflegtes Dorf.

Wir sind direkt an der Plaza untergekommen.

Ortsverwaltung
Plaza mit Cordillera Blanca
Blick vom Hoteldach
Kirche an der Plaza
Kirchenportal

14 Reisetag Lagunas de Llanganuco

19.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 80 Kilometer

Caraz – Lagunas de Llanganuco

Als wir heute vor 8 Uhr starteten waren die Berge noch in Wolken eingehüllt, so dass wir leider keinen Blick auf die Bergspitzen oder gar Gletscher hatten.

Nach dem Frühstück klärte es dann langsam auf und wir starteten gleich auf einer Piste, die es in sich hatte. Ziemlich steil, Schotter mit tiefen, festgefahrenen Rinnen und reichlich Spitzkehren. Wir hatten zu tun – außerdem gab es hin und wieder überraschenden Gegenverkehr.

Sturz, keine Beschädigungen, weder Mann noch Motorrad
Yungay viejo

Hier ereignete sich 1970 eine Katastrophe, bei der vermutlich 19.000 Menschen ums Leben kamen. Unten im Tal sieht man den Erinnerungsort an diese Katastrophe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Yungay_%28Peru%29?wprov=sfla1

Von dem kleinen Umfaller abgesehen, verlief unsere Tour aufwärts spektakulär, vor allem was die Aussichten anbelangt.

Und schließlich:

3.850 Meter Höhe
Unser erster Gletscher

13 Reisetag Trujillo – Caraz

18.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 244 Kilometer

Trujillo – Caraz

Fotos hier

Nach einem ausgiebigem und sehr gutem Frühstücksbuffet starteten wir zunächst wieder auf der Panamericana gen Süden. Eine eigenartige Landschaft: Wüste bestehend aus Geröll und Sand, dazwischen riesige Zuckerrohr-Plantagen und andere Plantagen, bei denen wir leider nicht erkennen konnten was dort angebaut wird. Immer wieder kommen Bewässerungskanäle aus den Bergen runter in die Küstenwüste.

Wasser+Wärme+Boden (Dünger?) = Ertrag

Das sollte heute unsere bislang spektakulärste Etappe werden!!!

Nach gut 100 Kilometern bogen wir links ab, rein in die Berge, Richtung Canyon del Pato.

Zunächst wieder eine andere Landschaft: Wüste, riesige Geröll – und Sandhügel, absolut trocken und sehr heiß. Auf einer wider Erwarten ganz ausgezeichneten Asphaltstraße ging es immer weiter rein in die Berge .

Tanke bei Trujillo
Auf dem Weg in die Berge

Nach Überquerung einer etwas rumpeligen Brücke erreichten wir dann endlich die Piste, die uns nach Caraz brachte.

Leider kein eigenes Foto, Street View

Ab hier dann wirklich eine atemberaubende Piste, aufwärts durch ein immer enger werdendes Tal, durch zahlreiche Tunnel (48 insgesamt) vorbei an Kohlegruben, Minenschächten, teils noch in Betrieb und einigen Wasserfällen.

Einer der Wasserfälle
Kohlegrube
Canyon del Pato
Im Hintergrund einer der zahlreichen Tunnel
Kurze Pause im Schatten
Staustufe

Soeben an unserem Appartement in Caraz eingetroffen fing es an stark zu regnen. Zum Glück nicht bereits, als wir noch auf der Piste waren…

Hier erwartete uns eine Waschmaschine, Florian übernahm sofort in voller Souveränität die technische Seite der Bedienung, dann frittierte Broiler von gegenüber und ein Bier.

12 Reisetag  Puerto Malabrigo – Trujillo

17.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 80 Kilometer

Puerto Malabrigo – Trujillo

Nachdem wir die Panamericana verlassen hatten, fuhren wir durch riesige Zuckerrohr-Plantagen um dann schließlich in Huanchaco anzukommen.

Caballitos del mar – Seepferdchen

Hier wird immer noch zum Fischfang mit kleinen Schilfbooten rausgefahren.

Anschließend besuchten wir Chan-Chan.

Überraschend die riesige Ausdehnung dieser Stadt, von der heute leider an vielen Stellen nur noch Adobe-Hügel und Geröll zu sehen ist.

Die Panamericana führt leider mitten durch die antike Stadt hindurch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chan_Chan?wprov=sfla1

Chan-Chan

Das Glück war wieder einmal bei uns.  In Chan-Chan angekommen waren zwei freundliche Beamte der Touristenpolizei sofort bereit auf unsere Motorräder, die Kombijacken und Stiefel aufzupassen. So dass wir leichter bekleidet einen längeren Rundgang unternehmen konnten.

Zum Abschluss ein kleiner Rundgang durch Trujillo, sehr kolonial geprägtes Stadtzentrum.

An der Plaza de Armas

Badetag

16.02.2024

Fotos hier.

Ein wunderbarer Strand….hier sind Surfer unterwegs.

Baden im Pazifik – Puerto Malabrigo

Heute gönnen wir uns einen Ruhetag am Pazifik-Strand!!!

Am Vormittag war der Himmel leicht bedeckt und es wehte eine angenehme, erfrischende Brise. Gegen Mittag wurde es dann wieder ziemlich heiß, die Sonne brennt mit aller Kraft.

In den nächsten Tagen geht’s dann weiter, zunächst nach Chan-Chan bei Trujillo, bevor wir (endlich) wieder in die Berge abbiegen in Richtung Huascaran, dem höchsten Berg in Peru.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chan_Chan?wprov=sfla1

11. Reisetag Sipan – Puerto Malabrigo

15.02.2024

Fotos hier

Gefahrene Strecke ca. 150 km

Sipan – Puerto Malabrigo

Die Strecke führte größtenteils über die Panamericana bei wirklich strammem Gegenwind, der uns teils in Schräglage zwang und das bei 37 Grad. Eine Strecke, die durch die Küstenwüste geht, hin und wieder etwas Landwirtschaft, teils werden dort Blaubeeren angebaut und (Spargel?). Was es aber immer zu sehen gibt ist dies hier:

Müll

Den Pazifik sahen wir das erste Mal in Pacasmayo.

Pazifik bei Pacasmayo

Hier werden wir einen Tag Ruhepause einlegen:

https://maps.app.goo.gl/inLpdSjxec7PQ8dC7

Für peruanische Verhältnisse einer kleiner, gepflegter Küstenort mit einer hübschen Promenade und einem tollen Strand.

Puerto Malabrigo

Zur Einstimmung auf die peruanische Küche gönnten wir uns heute eine große Portion Cebiche.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ceviche?wprov=sfla1

10. Reisetag Lambayeque – Sipan

14.02.2024

Fotos hier

Gefahrene Strecke ca. 45 Kilometer

Lambayeque – Sipan

Am Vormittag besuchten wir das Royal Tombs of Sipan Museum, das aktuell leider nur zwei Räume geöffnet hat, aber dennoch einen ersten Eindruck über eine der zahlreichen Hochkulturen an der peruanischen Küste vermittelt (hier die Pyramiden von Sipan).

https://maps.google.com/?cid=9616472883377348104&entry=gps

Exponate des Museums

Von unserem Hotel aus fuhren wir mit einem Moto-Taxi (TukTuk) in die Stadt und zum Museum.

Anschließend besorgten wir uns in einer Mall Sim-Karten für unsere Handys. Mit umständlichen bürokratischen Vorgängen sind wir ja aus Deutschland mehr als vertraut, allerdings stellen uns die Peruaner hier um Längen in den Schatten. Wir haben gelernt, dass für Vorgänge wie das simple Kaufen einer Sim-Karte gefühlt 7 Unterschriften zu leisten sind und Stunden benötigt werden, bis alles seine Richtigkeit hat…

Die anschließende kurze Fahrt über Chiclayo nach Sipan war einfach nur ätzend. Mittagszeit, also ziemliche Hitze, dichter Verkehr, jede Menge Bodenschwellen, inmitten der Stadt längere nicht (mehr) asphaltierte, staubige Straßenabschnitte, Müll wohin das Auge fällt. Kurz gesagt: macht keinen Spaß.

Allein beim Gedanken daran aufs Motorrad zu steigen, kommen schon die ersten Schweißausbrüche…..

Unsere Unterkunft in Sipan
Abendessen

9. Reisetag Suyo – Lambayeque

13.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 326 km

Es gibt einen krassen, sofort deutlich wahrnehmbaren Unterschied zwischen Ecuador und Peru: Müll!!

Überall Müll, entlang den Straßen sowieso, vor und nach den Dörfern sind gigantische Flächen mit Müll übersät.

Plastik ist die Pest!!! Die Plastiktüten mit Küchenabfall platzen auf oder werden von Hunden aufgerissen, fliegen durch die Gegend, hängen an Zäunen, Büschen und Bäumen, werden weit verstreut übers Land. Es ist ein Elend!!🥺

Auch die Häuser, Hütten sind deutlich ärmlicher, ungepflegter, zusammengezimmert und in teils erbärmlichen Zuständen.

Eigenartigerweise ist die Abgassituation allerdings viel besser: bislang keine Rauchfahne hinter jedem Bus oder Lkw, dafür gibt es hier eine Unmenge an TukTuks, MotoTaxi wie sie hier heißen. Das Nahverkehrsmittel für Alles!

8. Reisetag Catamayo – Suyo, Peru

12.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 170 km

Catamayo – Suyo, Peru

Grenzübergang sehr aufreibend, mindestens 5 Stunden

Bericht folgt…..🚧🚧 (vorläufige Wertung auf der Schlagbaumskala 1-5)….

Von Catamayo aus ging es wieder auf einer sehr kurvenreichen und überwiegend gut ausgebauten Straße langsam abwärts. Noch einmal fuhren wir über den Wolken, durch die Wolken hinab auf ca. 600 Meter, sahen Reisfelder, wunderschöne Berge links und rechts und landeten schließlich bei feucht-heißer Luft in Macará an der Grenzstation.

Am Straßenrand verendetes Rind

In Macará, so wie bereits in Catamayo, deutlich sichtbare Veränderungen im Straßenbild; im Gegensatz zu den teils hübschen, manchmal liebevoll gestalteten Plätzen und Häusern der Dörfer in den Bergen, hier mehr Chaos, mehr Verwahrlosung, mehr Müll.

7. Reisetag Cuenca – Catamayo

11.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 240 km

Cuenca – Catamayo
Bereit zur Abfahrt in Cuenca; ja durch diese schmale Tür rechts im Bild haben wir die Motorräder bugsiert!
Fast alpine Eindrücke

Die Strecke heute war wieder großartig, sehr gut ausgebaute Straße, lange Zeit auf einem Höhenkamm mit weitem Blick nach rechts und links, fast immer über 3.000 Meter Höhe.

Auf dem Foto ist unsere Straße zu sehen; oben Langeunterhosenkalt, unten T-Shirtwarm

Wir passierten kleine, meist sehr (für südamerikanische Verhältnisse) gepflegte Dörfer. Mit einigen kulinarischen Spezialitäten.