13.03.2024
Gefahrene Strecke ca. 440 km

Der Track oben ist nicht ganz korrekt. Wegen des Regens hatte ich die Stromzufuhr ausgestellt und vergessen, sie wieder einzuschalten.
Tatsächlich sind wir in Ilo am Pazifik.
https://maps.app.goo.gl/CiF7KpBpeSaWYSYR7
Die Fotos des heutigen Tages hier:
https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/dJ2VyCMhq




Heute wollten wir den Titicacasee verlassen und runter in Richtung Pazifikküste fahren. Verschiedene Routen standen zur Auswahl, schließlich entschieden wir uns für einen Vorschlag unseres außerordentlich freundlichen und hilfsbereiten Gastgebers in Puno.
Eine Strecke, die uns sehr abwechslungsreich und zum Schluss über eine Schotterpiste zwischen zwei Vulkanen hindurch zu einem kleinen Dorf führen sollte, in dem für uns Unterkünfte bereitstanden.

Kurz nachdem wir die erste Passhöhe bei 4.800 Meter erreicht hatten, begann es stark zu hageln. Wir konnten uns glücklicherweise so gerade eben noch unter einen schmalen Dachüberstand retten und die Regenkleidung rausholen. Die schneebedeckten Höhen in unserer Richtung verschwanden zusehends in dunklen Wolkenbänken…
Auf dieser Höhe, mitten im Nichts, lebt eine junge Frau mit drei Kindern, die uns von unserer geplanten Route erzählte, 1 Stunde Schotter.
Bislang waren wir ab Puno auf teils sehr gut ausgebauten Straßen unterwegs, die so allmählich von bestem Asphalt, unterbrochen von kurzen Schotterstrecken in reinen Schotter übergegangen waren. Vor allem im Gebiet der großartigen Felsnadeln war die Straße etwas ruppig aber gut zu fahren.


Als wir schließlich an unserem Abzweig zu der Vulkanbergstrecke ankamen und ins unheilvolle Regenwolkendunkel (Schnee?) sahen, entschieden wir kurzerhand das Wagnis nicht einzugehen und auf der guten Asphaltstraße weiterzufahren.


Allerdings wurde das Wetter dort auch nicht besser. Jedesmal wenn es am Horizont heller wurde, hofften wir , dass es jetzt endlich runter Richtung Pazifik geht. Aber Fehlanzeige. Stattdessen ging es rauf auf 4.900 Meter Höhe.
Inzwischen wurde es zum Regen auch empfindlich kühl, 7 Grad.

Schließlich, kurz vor der letzten Anhöhe, setzte wieder massiver Hagel ein, der die Straße in glitschiges Weiß verwandelte. Wir konnten uns glücklicherweise wieder mal in einen Unterstand retten. Ein aufgegebenes Restaurant, eine wahre Müllhalde. Ein vorbeikommender Autofahrer berichtete, auf der anderen Seite sei die Straße trocken.
Abwarten, schließlich vorsichtig weiter und siehe da: trocken!
Wir hatten buchstäblich die Wetterscheide erreicht!
Von jetzt an ging es in rasanten Kurven (traumhaft) abwärts. An einer Tanke kurz beratschlagen, App zu Rate ziehen, auf zum Pazifik, geschätzte Ankunft 19h, im Dunkeln, egal, weiter. Gebucht, vorbei an der Kupferbergbau-Hauptstadt Perus, rein in die Küstenwüste (wärmer als auf 4.900 Meter!) , Sonnenuntergang, Pazifik, Appartement, Essen!


Vom Titicacasee bis zum Pazifik, 440 Kilometer, schneebedeckte Berge, kahle Hochebenen, Lagunen, Lamas, Pazifik. Tolle Strecke!