64. Reisetag Cuenca

09.04.2024

Die Altstadt Cuencas ist durch viele Bauten in kolonialem Stil geprägt.

Die „neue“ Kathedrale
Die „alte“ Kathedrale

Die Markthalle „Mercado 10 de Agosto“ bietet großartige Gerüche, Farbenpracht und eine irre Vielfalt an Lebensmitteln.

Der Fahrstuhl führt runter in die Obst- und Gemüseabteilung
Broiler-Hühner gut präsentiert

Neben den üblichen Lebensmittelständen gibt es noch zahlreiche Textilien, Haushaltsartikel, Hüte und natürlich Essstände.

Papas Locas – Verrückte Kartoffeln

Wir gönnten uns einen frisch gequirlten Brombeersaft.

Frische Ziegenmilch wird handgemolken direkt vor dem Markt verkauft.

Und ich musste mir einen Panama-Hut kaufen (die Fotos hierzu sind unter Verschluss und werden nur bei 😁 heftiger Nachfrage preisgegeben).

Fotos hier.

63. Reisetag Catamayo – Cuenca

08.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 240 Kilometer

Catamayo – Cuenca

Bereits kurz hinter Catamayo, es ging langsam höher hinauf, haben wir uns wieder in Michelin-Männchen verwandelt und die Regenhosen und -jacken angezogen.

Gerade noch rechtzeitig, wir kamen in die Wolken, die Sicht wurde schlecht, Nebel, dazu Regen und schmierige Straßen.

In den Tagen zuvor muss es hier oben bereits heftige Regenfälle gegeben haben, zahlreiche Landrutsche und Steinbrocken auf der Straße zeugen davon. Besonders unangenehm wenn diese plötzlich in Kurven sichtbar werden …

Dennoch kamen wir gut voran, allerdings wurde es schnell kühler. Gestern noch fuhren wir bei 44 Grad durch eine Wüste, jetzt „nur“ noch 10 Grad im Nebel!

Südamerika!

Auf unserer Fahrt nach Süden waren wir auf der gleichen Strecke unterwegs (Panamericana) und haben sie wegen der tollen Streckenführung und der grandiosen Aussichten in sehr guter Erinnerung. Die Aussichten waren dieses mal leider vernebelt.

Unsere Unterkunft in Cuenca

Entschädigung bietet Cuenca. Wir werden hier zwei Nächte verbringen.

Die blauen Kuppeln

Besonders beeindruckend war der Mercado in Cuenca.

Kaufrausch

Fotos hier.

62. Reisetag Piura – Catamayo

07.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 290 Kilometer

Piura – Catamayo
Wieder in Ecuador, 2.200 Meter Höhe

Dies war wieder einmal eine Strecke voller Gegensätze.

Start morgens in Piura, einer Stadt, die inmitten der Sechura-Wüste liegt, entsprechend heiß ist es bereits am Morgen.

Wüste, das Bild stimmt nicht ganz. Rings um Piura sieht man riesige Reisfelder und überhaupt intensive Landwirtschaft. Der Piura-Fluß aus den Anden bringt genügend Wasser, um inmitten einer Wüstenlandschaft Landwirtschaft zu betreiben.

In der Sechura-Wüste

Das sind sehr merkwürdige Eindrücke: soeben noch fahren wir durch eine absolut trockene, sandige Wüstenlandschaft, in der auch noch heißer Wind weht, dann passieren wir eine Lagune mit Flamingos, dann gibt es vereinzelt Salzpfannen, plötzlich ein Fluß (von einer Brücke aus werden wir Zeugen einer Erwachsenentaufe), dann eine staubige Straße entlang der Küste, fischverarbeitende Industrie mit entsprechendem Gestank, Fischerboote, dann erstmal nichts, dann plötzlich Reisfelder (!).

Nach einiger Zeit haben wir die Reisfelder hinter uns gelassen, wir fahren Richtung Grenzübergang Macará und die Landschaft wird wieder eintöniger, die Siedlungen ärmlicher, die Häuser irgendwie zusammengeschustert, Menschen reiten auf Eseln durch die Gegend und natürlich Müll.

Der Grenzübertritt funktionierte dank einer sehr engagierten ecuadorianischen Grenzerin ohne größere Probleme. Es dauerte allerdings dennoch zwei lange Stunden.

Und in Ecuador angekommen verändert sich plötzlich alles. Die Währung ist der US-Dollar. Kein Müll am Straßenrand, bessere, gepflegtere und modernere Häuser, alles wirkt irgendwie aufgeräumter.

Und es ging rauf in die Berge! Die frischere Luft, großartig.

61. Reisetag Pimentel – Piura

06.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 270 Kilometer

Pimentel – Piura

Heute war es, vor allem zum Schluss, ein sehr heißer Tag. Bis zu 44 Grad!!!

Außerdem ging es gefühlte 150 Kilometer nur geradeaus durch Wüstengebiete. Na gut, es ging erst „nur“ 100 Kilometer geradeaus, dann links abbiegen und noch einmal 50 Kilometer geradeaus.

Merkwürdige Landschaft: Sandwüste, Steppe, Lagunen (!), kleinere Salzpfannen und zum Schluss riesige Reisfelder.

Lagune in der Wüste
Wasser inmitten der Wüste

Schließlich wurden wir noch Zeugen einer Erwachsenentaufe.

Taufe

Die letzten 20 Kilometer waren hart, sehr hart. Heiß, kein Wind, Dichter Verkehr und Bodenwellen.

Wer unserer Gruppe „Nieder mit den Bodenwellen“ betreten möchte, bitte hier melden. Kenntnisse im Flexen und Sprengen sind herzlich willkommen!!!

Der reinste Terror: teilweise sind diese Dinger auch noch getarnt, gerne auch im Schatten. Warnhinweise fehlen und plötzlich katapultiert dich so ein Mistding in die Höhe, oder das Moped setzt auf…!!!! Nieder mit den Bodenwellen!!!!!

Völlig unmotiviert teils auf gerader Strecke oder dicht hintereinander angebracht. Einfach widerlich die Dinger!!!

Wenn uns der Straßenbauer in die Finger kommt….

Das letzte Stück vor Piura wurde so zur Qual. Es wurde immer heißer, Reisfelder rechts und links, zunehmend dichter der Verkehr und zum Schluss noch eine Straßensperrung, kurz – das volle Programm.

An der Unterkunft angekommen, schnell in die Tiefgarage – eine Segnung der Neuzeit – unter die Dusche, Wasser trinken, einen Moment Luft holen und zur Plaza de Armas.

Die Kathedrale von Piura
Kathedrale

Mily, rechts, unsere Touri-Polizistin, die uns intensiv betreute

Etwas schlendern auf der Plaza, Eis Essen, Friseurbesuch (Fotos werden hier unterschlagen), zurück ins Hotel, Abendessen und aus Gründen der Skorbut-Vorbeugung einige Pisco Sour – mit viel Pisco und ohne Zucker – Planung des morgigen Tages und ab ins Bett.

Bilder hier

Zur Serie „Unser Müll“

60. Reisetag Pimentel – Badetag

05.04.2024

Nach dem Faulenzen am Strand, dem in die Wellen Tauchen, dösen und lesen, wurde ich mit den härteren Seiten des Lebens konfrontiert.

Ich konnte zurückkehrende Fischer mit ihren Caballitos beim Anlanden beobachten.

Dicke Wollhaube gegen Sonne und Wind. Aus einem schwarzen Plastiksack gebastelter Schutz.

Wie lange der Fischer draußen, war das weiß ich nicht, ich wollte ihn nicht neugierig ansprechen. Der arme Mann war ziemlich erschöpft….

Mit den Füßen im Wasser, den überkommenden Wellen ausgesetzt – die Caballitos saugen sich schnell voll Wasser – ein Netz handhaben, als Paddel und Steuer ein halbiertes Bambusrohr…ordentlich Seegang, eine verdammt harte Sache!!!

Und das sieht man den Jungs an, glaubt mir das!

Zurück von See!

Anlandung
Die Frauen putzen, säubern und verkaufen den Fisch
Geeichte (?) Waage…

Fotos hier.

59. Reisetag Pimentel – Badetag

04.04.2024

Fotos hier

Wir haben hier in Pimentel ein sehr schönes und preisgünstiges Apartment gefunden und spontan beschlossen, noch zwei weitere Nächte  zu bleiben.

Drei Zimmer, drei Badezimmer, Küche, Wohnzimmer, Waschmaschine, Balkon und in einer sehr ruhigen Nebenstraße gelegen, nicht weit zum Strand. Die Motorräder stehen sicher im Innenhof. Die Nacht kostet 185 PEN (peruanische Soles), das sind ca. 15,50 Euro p.P./Nacht.

Die alte Mole in Pimentel

Dies ist der bislang schönste Strand und die schönste Promenade, geeignet die letzten PazifikBadeEindrücke zu tanken, bevor es weiter nach Norden geht, nach Piura in der Sechura-Wüste und anschließend auf den Rückweg durch Ecuador.

Über die Mole in Pimentel wurde früher das Zuckerrohr verschifft. Heute gibt es eine kleine Foto-Ausstellung mit Bildern vergangener Zeiten auf der Mole und außerdem einen phantastischen Blick auf den Strand und die Stadt.

Der langsam rostende Unterbau

Ankunftstage der Schiffe, u.a. die „Odenwald“ aus Hamburg

Von hier aus konnten wir einige „Seepferdchen“, Caballitos del Mar, beobachten, mit denen hier Fischfang betrieben wird.

Caballito del Mar
Zum Trocknen aufgestellte „Seepferdchen“

Mobile Shop

58. Reisetag Trujillo – Pimentel

03.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 240 Kilometer

Trujillo – Pimentel

Heute besuchten wir als erstes ein Museum zur Chan-Chan Kultur.

Peruanische Nackthunde

Besonders interessant war anhand von Luftaufnahmen und Modellen eine Vorstellung von der Größe und Ausdehnung der Stadt Chan-Chan zu bekommen.

Chan-Chan
Die Stadt soll eine Ausdehnung von ca. 28 qkm gehabt haben

Weiter auf der Panamericana, die wieder das uns schon vertraute Bild bot. Küstenwüste, unterbrochen von fruchtbaren Tälern.

Zunächst fuhren wir durch eine riesige Zuckerrohr-Anbaufläche.

Gefühlt 1 Stunde Fahrt  durch Monokulturen Zuckerrohr. Westlich von Trujillo.

Zuckerrohr-Transport

Abgelöst wurde diese Region durch ebenfalls gigantisch große Reisfelder – in der Wüste!!!

Die Städte und Dörfer entlang der Panamericana sind meist ziemlich trostlos, eine Aneinanderreihung von halbfertiggestellten Häusern, die staubig und vermüllt sind.

Überhaupt: der Müll!!!

Wir haben hier schon häufiger über den unendlichen Müll geklagt, der sich durch das ganze Land zieht.

Um zu verdeutlichen, wie das wirklich aussieht, eröffnen wir heute die Serie: „Unser Müll“.

Einige Kostproben…

Damit ihr eine Vorstellung von dem Ausmaß bekommt, hier ein Link. (Satellitenversion einschalten!)

Entlang der Panamericana, in der Wüste vor Chiclayo eine riesige, offene, stinkende, brennende Müllfläche. Da wird wild alles hingekippt…. Und vor allem Plastik, in jeder Form; Plastiktüten, die vom Wind weit übers Land getragen werden – gruselig! An jeder Straße, buchstäblich auf jedem Meter liegt Plastikmüll!!!

Video

Kurz bevor wir Pimentel erreichten fuhren wir in Santa Rosa an fischverarbeitender Industrie vorbei, jedenfalls der Gestank ließ keine Zweifel. Auch in chinesischer Hand?

In Pimentel

Versöhnlich der Sonnenuntergang bei Pimentel, unserem heutigen Ziel.

Playa Pimentel

Fotos hier.

57. Reisetag Chimbote – Trujillo

02.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 150 Kilometer

Chimbote – Trujillo

Das Highlight des heutigen Tages war die Huaca de la Luna von Süden kommend kurz vor Trujillo.

Die beiden großen sichtbaren Überreste der Moche-Kultur sind die Huaca de la Luna und die Huaca del Sol.

Zwei Pyramiden am Rande der Wüste vor Trujillo.

Huaca de la Luna
Im Hintergrund die Huaca del Sol

Auf der Fläche zwischen beiden Pyramiden sieht man heute nur noch Wüstenboden. Zu Zeiten der Moche erstreckte sich hier eine Stadt mit mindestens 20.000 Einwohnern.

Bis zu sechs aufeinander aufbauenden Ebenen sind heute noch zu sehen. Alles aus Lehmziegeln errichtet!

Beeindruckend ist die Größe der noch sichtbaren Pyramiden und die künstlerische Gestaltung der Wände.

Trotz der strammen Hitze konnten wir die Führung durch eine sehr temperamentvolle Führerin Dank des Windes von See her ganz gut ertragen.

Judith Declamerone

Fotos zur Huaca hier.

Abends, Bummeln in Trujillo. Dieses peruanische Trujillo hat mit dem Trujillo in der Extremadura nichts gemein.

Aus Trujillo stammten die Brüder Pizarro und einige andere Konquistadores wie Orellana (Erstbefahrung des Amazonas). Das Trujillo in Peru ist im Stadtkern sehr kolonial, nur alles viel größer und prächtiger. Mehrfach durch Erdbeben zerstört und immer wieder noch prächtiger neu aufgebaut.

Kathedrale Trujillo
Häuserzeile einer Einkaufsstraße in Trujillo
An der Plaza

Ein wunderbares Flanieren, Bummeln genießen, mit den Leuten reden, Staunen und sich Erfreuen! Die Plazas sind einfach lebenswert!

Kuppel der Kathedrale

Bei der Kathedrale handelt es sich um eine Basilica Minor, eine vom Papst verliehene Ehrenbezeigung.

Fotos  des Tages hier.

56. Reisetag Barranca – Chimbote

01.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 240 Kilometer

Barranca – Chimbote

Kurz nach der Abfahrt in Barranca das erste Highlight, die Pyramiden von Paramonga.

Pyramiden von Paramonga

360 Grad Photo

Ähnliche Bauwerke sind häufiger entlang der Panamericana zu sehen. Meist in den grünen, fruchtbaren Ebenen der Flusstäler die von den Anden herunterkommen. Selbst dort, wo kein fließendes Wasser zu sehen ist, scheint dennoch genug Grundwasser für Anbau vorhanden zu sein

In den Quebradas (Schluchten) entlang der peruanischen Pazifikküste haben sich voneinander unabhängig verschiedene Kulturen entwickelt. Als Baumaterial wurden meist Lehmziegel (Adobe) verwendet, Material, das bei Wind und vor allem Regen schnell wieder zu Erde zerfällt. Umso erstaunlicher die Größe der noch vorhandenen Überreste.

Die Panamericana hat auf diesem Abschnitt etliche schnurgerade Strecken, die schnell etwas eintönig werden können.

Panamericana del Norte
Küstenwüste entlang der Panamericana

In Tortuga (Schildkröte), einer kleinen Fischerbucht, machten wir Rast und konnten dort nach längerem Hin und Her eine Wurtin überzeugen uns heißes Wasser mit Pulverkaffee zu servieren. Wir vermissen die italienischen Kaffeemaschinen!!!

Oft bekommt man Kaffeesud in einem Fläschen und dazu heißes Wasser gereicht. Ekliges Zeug!

Bucht von Tortuga

Fotos hier.