Chile – Fahrt von Antofagasta nach Valparaiso

25.05.2024

Nach 2 Nächten Ruhe in Antofagasta bin ich mit Zwischenstationen in Copiapó und La Serena in Valparaiso angekommen.

Unterkunft in Copiapó

So langweilig die Strecke immer entlang der Küstenwüste erscheinen mag, immerhin ca. 1.400 Kilometer, so gibt es doch hin und wieder einige interessante Dinge zu sehen.

Entlang der Panamericana Norte
Mano del Desierto

Zum Beispiel taucht diese Hand irgendwo neben der Straße plötzlich auf. Ein Hilferuf? Es gibt Leben in der Wüste? Jedenfalls beeindruckend.

Seit Calama sind immer wieder gigantische Staubwolken, Abraumhalden, Eisenbahnstrecken, Pisten, die irgendwo ins Nichts führen, riesige LKW und zahlreiche weitere Hinweise auf Bergbau- bzw. Minenaktivitäten zu sehen.

Neben Kupfer und Eisenerz spielte früher Salpeterabbau (um 1900) hier eine bedeutende Rolle. Salpeter war ein wichtiger Grundstoff für Düngemittel und Sprengstoffe. Um diesen Grundstoff wurde der Salpeterkrieg zwischen Peru, Bolivien und Chile geführt. Seitdem hat Bolivien keinen Zugang zum Pazifik mehr.

Beim Salpeterabbau spielten damals deutsche Minengesellschaften eine bedeutende Rolle.

Panamericana Norte
Reste einer Bergbausiedlung
Ehemaliger Friedhof einer Bergbausiedlung
Grab eines Deutschen

Denkmal für die Mineros

Zwei kleinere Abstecher von der Strecke führten mich zu einem Observatorium und zu einem Stausee.

Das Observatorium konnte ich leider nicht besuchen, da muss man sich zu einer Führung tagelang vorher anmelden, aber der Weg dorthin war sehr interessant; ich fuhr an scheinbar endlosen Flächen von Solaranlagen vorbei.

Übrigens: Windräder, „Windparks“ („Industriepark“; Park und Industrie in einem Wort ist schon krass), Solaranlagen, alles in gigantischem Ausmaß, kann man entlang der Strecke sehr häufig sehen.

Solarpark
Solarpark

Fotos und Videos  hier.

Unterwegs in Chile – San Pedro de Atacama

19.05.2024

Fotos von Antofagasta und der Atacama-Wüste hier

Auf dem Weg von der Küste nach Calama in der Atacama-Wüste sieht man vor allem aufgewühlte Erde,  Abraumhalden und gelegentlich gefühlt kilometerlange Züge mit Schüttgut.

Abraumhalde
Auf dem Weg nach Calama

Bei Calama waren riesige Staubwolken zu sehen, die vermutlich in der Gegend von Chuquicamata, der größten Kupfermine der Erde, aufgewühlt werden.

Ruta del Desierto
Grabstelle, Erinnerungsort. Übrigens sehr zahlreich

Je mehr man sich dem Salar von San Pedro nähert desto spektakulärer wird die Landschaft. Am Horizont zeigen sich die ersten Vulkankegel, schroffe Taleinschnitte, Geröllhänge und Sanddünen wechseln sich ab.

Atacama-Wüste
Salar von San Pedro de Atacama

San Pedro selbst ist inzwischen ein hochtouristischer Ort mit allen Begleiterscheinungen, selbst Verkehrsstaus gibt es hier.

Ich habe schnell mein Zimmer bezogen und bin dann gleich weiter in Richtung Paso Jama.

Indigene Unterkunft

Der Weg nach Paso Jama bietet spektakuläre Aussichten und führt gleich am ersten Vulkan vorbei.

Richtung Paso Jama

Auf der Höhe von 4.160 Metern war dann leider Schluss, die Straße war vorübergehend gesperrt. Ein Stück weiter, auf der anderen Seite, gab es starken Schneefall und die Raumfahrzeuge konnten so schnell nicht organisiert werden.

Stopp auf dem Weg nach Paso Jama

Argentinische Motorradfahrer mit dicken BMW und Straßenbereifung hingen ebenfalls fest.

…to be continued…

Das nächste Highlight war dann das Mondtal, Valle de la Luna und der Mirador de Kari , um von dort aus den Sonnenuntergang zu bewundern.

Das Valle de la Luna beeindruckt durch bizarre Landschaft und ebensolche Felsformationen.

Tres Marias

Es gibt dort eine schmale, gewundene Schlucht, gerade mal so breit, dass eine Person hindurchgehen kann; die Schlucht war leider gesperrt.

Sonnenuntergang

Blick vom Mirador de Kari

Fotos hier.

Unterwegs in Chile – Antofagasta

18.05.2024

Gefahrene Strecke ca. 870 Kilometer

Die Strecke nach Antofagasta führt über die Panamericana Norte, eine sehr gut ausgebaute Straße mit teils spektakulären Blicken auf den Pazifik und auch Strecken mit Marsanmutung.

Insgesamt kommt man schnell voran.

Ab Santiago bis kurz vor La Serena führt die Straße durch das fruchtbare, grüne Santiago-Tal mit großen Weinanbaugebieten, Frucht- und Gemüseanbau.

Dann ganz allmählich verändert sich die Landschaft und es geht langsam in die Küstenwüste über. Die Besiedlung wird immer weniger, kaum noch Verkehr und zwischendurch fährt man durch Marslandschaften. Zumindest stelle ich mir das so vor….

Nördlich von La Serena befinden sich wegen der klaren Atmosphäre und der fehlenden Lichtverschmutzung einige astronomische Beobachtungsstationen.

Observatorium

Bei dem kleinen Hafen Taltal habe ich einige schöne Strände gesehen…leider keine Zeit. Ich muß nach Norden weiter.

Strand bei Taltal

Antofagasta ist nicht wirklich einladend, ein typischer Industriehafen. Über diesen Hafen wird vor allem Kupfer und andere Bodenschätze ausgeführt, die in der Nähe bei Calama, abgebaut werden.

Eine ehemals sehr schön angelegte Promenade ist vollkommen verwahrlost, mit Müll, Glasflaschen, Uringeruch und verkommenen Gestalten verziert. Ich hatte den Fehler gemacht dort spazieren gehen zu wollen.

Schade drum.

Antofagasta

Fotos hier.