03.05.2024

Ganz in der Nähe des Parks befindet sich meine Unterkunft. Die wichtigsten Punkte der Innenstadt kann ich von dort aus leicht zu Fuß erreichen.
Allerdings wurde ich mehrfach darauf hingewiesen, dass dieser Stadtteil nicht sicher sei.
Es ist schon merkwürdig, einerseits ist Santiago eine sehr westliche, europäische Stadt, mit allem Reichtum, einer hochmodernen Metro, die im 2-Minuten-Takt fährt, einem dichten Bussystem, gigantischen Shopping-Malls, herrlichen kolonialen Gebäuden.
Andererseits ist in bestimmten Ecken die Verwahrlosung mit Händen zu greifen. Zugeschmierte Hauswände, Müll auf den Straßen, Menschen, die auf Bänken, in Ecken, auf dem Boden schlafen, bröckelnde Fassaden….Hundscheiße.
Das alles im Stadtzentrum, dicht beieinander. Offensichtlich gibt es viel Diebstahl, vor fast jedem Geschäft steht Security, die Menschen sind mit Umhängetaschen und Rucksäcken sehr vorsichtig. Erstere werden meist fest unter den Arm geklemmt, die Rucksäcke vor der Brust getragen.
Die Freundlichkeit ist längst nicht so überwältigend wie in Kolumbien, Ecuador oder Peru.
Hier bei diesem Hügel, Cerro Santa Lucia, gründete einer der Konquistadores, Pedro de Valdivia, 1540 Santiago de Chile. Heute ist dieser Hügel eine schön angelegte Parkanlage inmitten der Millionenstadt. Umgeben von Hochhäusern und stark befahrenen Straßen.


Von der Spitze bietet sich ein toller Blick, mit etwas Glück kann man durch den Smog die schneebedeckte Sierra erkennen.




Die nächste Station meines Rundgangs war dann das Museum für zeitgenössische Kunst, Museo de Arte Contemporáneo. Das sich direkt daneben befindende Museo Nacional de Bellas Artes ist derzeit leider geschlossen.
Die Museen befinden sich in einer Parkanlage, die sich am Fluß Mapocho entlangzieht. Auch in dieser Parkanlage haben sich Menschen „häuslich“ eingerichtet.





Nach so viel zeitgenössischer Kunst muss jetzt was handfestes her – der Mercado Central.


Direkt beim Haupteingang befindet sich der Fischmarkt; ob es bei diesem Stand verwandtschaftliche Beziehungen gibt, konnte ich noch nicht herausfinden.


Nicht weit entfernt vom Mercado liegt die Plaza de Armas, der zentrale Platz Santiagos.
Auffallend hier die zahlreichen leichter bekleideten Damen, die sich sehr aktiv nach Kundschaft umsehen….



Direkt an der Plaza befindet sich das Museo Histórico National.


Zum Schluss noch ein kleiner Abstecher zum Präsidentenpalast. Hierzu demnächst mehr…
















