70. Reisetag Quito – Ipiales

14.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 320 Kilometer

Quito – Ipiales

Heute stand mal wieder ein Grenzübergang an. Wir hatten uns seelisch schon auf eine längere Wartezeit eingestellt – und dann so was: knapp 25 Minuten und wir waren mit allem durch!!!

Zwei Grenzabfertigungen, die ecuadorianische und die kolumbianische – nur 25 Minuten!!!

Unfassbar!!!

Raus aus Quito ging sehr schnell; auf einer teils 4-Spurigen Straße, etwas oberhalb am Rand der Stadt mit wenig Verkehr.

Das erste Ziel war „La Mitad del Mundo“ – die Mitte der Welt.

Genauer gesagt die Äquatorlinie.

Ansonsten hatten wir uns heute in Erwartung des Anstiegs auf über 3.000 Meter auf Kälte eingestellt, also die schicken langen Unterhosen angezogen. Nach einiger Zeit unterwegs verwandelten wir uns aber in mobile Saunakammern…..also wieder raus aus den Höschen.

Der Rest der Fahrt verlief ziemlich unspektakulär. Je höher wir kamen, desto eher hatten wir den Eindruck durch eine Mittelgebirgslandschaft zu fahren. Viele Wiesen, Milchvieh, Wald, leicht geschwungene Landschaft, fast lieblich.

Und zum Schluss die Krönung:

Für die Aus- und Einreise benötigten wir nur 25 Minuten!!!

Na gut, die kolumbianischen Motorräder mit kolumbianischen Kennzeichen kehren nach Hause zurück. Aber es wurden noch nicht einmal die Besitzurkunden verlangt!

…schon fast enttäuschend, wo wir uns doch so mit Gelassenheit gewappnet hatten.

Fotos hier.

69. Reisetag Quito

13.04.2021

Vormittags Besuch des „Hausbergs“ Pichincha, nachmittags das Stadtviertel La Ronda und Plaza San Francisco mit Tanz und Musik.

Auf dem Pichincha
Seilbahn auf den Pichincha
Das Künstler- und Handwerker Stadtviertel La Ronda
La Ronda

Zufällig erlebten wir Vorführungen verschiedener Tanzgruppen auf der Plaza San Francisco.

Plaza San Francisco

Bilder und Filme zu den Tanzvorführungen hier.

Photos des Tages hier.

68. Reisetag Quito

12.04.2024

Eine sehr lebendige, abwechslungsreiche Stadt .

Auf unserem Fußweg vom Hotel über die Plaza Grande bis zur Basilica del Voto Nacional haben wir gleich einige Highlights erlebt.

20 Minuten Fußweg

Als erstes kamen wir am Militärmuseum vorbei. Hört sich nach Waffen usw. an, ist allerdings eher Kunstausstellung und Veranstaltungsgebäude.

Wir wurden von einer freundlichen jungen Dame durch das Gebäude geführt und ausführlich informiert.

Militärmuseum
Fotoausstellung im Militärmuseum

Anschließend besuchten wir eine Kunstausstellung, Museo Camilo Egas. Ein bedeutender ecuadorianischer Maler.

Camilo Egas

Dann hielt uns ein Schokoladengeschäft auf. Verlockende Süßigkeiten und ein sehr freundlicher Inhaber, der uns diverse Verkostungen anbot und über die Kakaoproduktion erzählte.

Anschließend Besuch der Basilica del Voto Nacional.

Eine imposante aus Beton errichtete Neogotische Kirche.

Eingangsportal
Kirchenschiff

Die Aussicht vom Dach der Kirche, bzw. von den Türmen ist einfach umwerfend.

Im Vergleich zu den zahlreichen anderen Kirchen in Quito ist diese geradezu schlicht, zumindest wenn man die Ausgestaltung des Innenraums betrachtet.

Wo die anderen Kirchen, vor allem die Kirche der Jesuiten, den Besucher mit spätbarockem Gold geradezu erschlagen, ist die Basilica vor allem beeindruckend durch die in den Himmel strebenden gotischen Pfeilerbündel und die Kirchenfenster.

Iglesia la Compañía

Gold, Gold, Gold
Bis ins Detail eine Überfülle an Verzierung und Gold

Infos zur Jesuitenkirche hier.

Fotos hier.

67. Reisetag Quito

12.04.2024

Nach Lima ist Quito nun die zweite Hauptstadt und wichtigste Metropole, die wir auf unserer Reise besuchen.

Lima am Pazifik mit einer tollen Küstenpromenade, Quito in den Bergen auf 2.800 Meter Höhe gelegen mit Blick auf großartige Bergspitzen (wenn sie nicht gerade hinter Wolken verborgen sind).

Blick auf die Altstadt von Quito

Blick von der Basilica del Voto

Vor unserer Fahrt nach Quito hat uns natürlich die Sicherheitslage beschäftigt; der Blick von zu Hause aus lässt so manches dramatischer erscheinen, als es vor Ort tatsächlich ist.

Der Ausnahmezustand und die damit verbundenen Ausgangssperren im Land sind inzwischen aufgehoben. In Quito selbst ist außer einer Zugangssperre zum Präsidentenpalast im Straßenbild nichts zu spüren.

Auch auf unserer Fahrt von der peruanischen Grenze hierher gab es keine verschärften Verkehrskontrollen oder ähnliches. Einmal wurden wir unterwegs kurz angehalten, allerdings eher aus Neugier und Interesse. Keine Frage nach Papieren, nur freundliches Gespräch.

„Wir kommen aus Deutschland“ ist ein Zaubersatz und bringt immer freundliches Lächeln in die Gesichter.

Die Straßen in Ecuador sind, wie meist auch in Peru, in gutem Zustand und lassen sich mit dem Motorrad, vor allem in den Bergen, hervorragend fahren.

Unterschiede, die wir feststellen:

In Peru ist der elektronische Zahlungsverkehr viel weiter fortgeschritten, fast überall selbstverständlich, natürlich abgesehen von Straßenhändlern und kleineren Läden. Zahlen mit Handy, NFC, kein Problem. Wir müssen weniger mit Bargeld hantieren und mit uns führen. Sehr praktisch.

Ecuador ist auf diesem Gebiet deutlich weiter zurück. Zahlung per Handy ist hier ziemlich unbekannt, wenn es dann mal klappt, sind die Verkäufer oft überrascht. Wie kürzlich an einer Tanke erlebt.

Müll am Straßenrand und in der Landschaft ist in Ecuador eher die große Ausnahme. Es gibt Abfallkörbe!

Die Häuser, die Dörfer und Städte wirken insgesamt gepflegter, moderner, reicher, teils mit Liebe zum Detail gestaltet, Blumenkästen vor der Tür, aufgeräumter.

Die Menschen hier wie dort sehr freundlich und hilfsbereit!!! Einfach großartig!!!

Fotos hier.

66. Reisetag Alausi – Quito

11.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 280 Kilometer

Alausi – Quito

Heute war die Sicht auf die Berge schon deutlich besser als in den letzten Tagen, keine Fahrt durch die Wolken und kein Regen!!

Leider konnten wir die beiden Vulkane Chimborazo und Cotopaxi nicht sehen. Beide versteckten sich hinter den Wolken, schade.

Cotopaxi
Cotopaxi

Je mehr wir uns Quito näherten, desto dichter wurde der Verkehr, teils 4-spurig je Richtung.

Wir hatten etwas Bammel vor der Fahrt in die Millionenstadt, wider Erwarten kamen wir ziemlich problemlos direkt bis in das Altstadtviertel. Unser Hotel liegt nur wenige Fußminuten vom zentralen Platz entfernt.

Plaza Grande
Plaza Grande

Bei unserem ersten Bummel durch die Altstadt konnten wir keinerlei Anspannung oder besondere Sicherheitsmaßnahmen wahrnehmen. Außer: der Präsidentenpalast ist weiträumig mit Gittern abgesperrt und kann nicht besichtigt werden.

Es sind viele Sicherheitskräfte auf  den Straßen unterwegs. Allerdings wirken diese keineswegs martialisch, sondern sehen eher absolut harmlos aus. Das haben wir in Peru ganz anders erlebt.

Quito, Innenstadt, Fußgängerzone

Vor der Jesuitenkirche fand eine religiöse Feier zur Marienverehrung statt mit anschließendem Umzug durch die Straßen.

Jesuitenkirche

Fotos hier.

64. Reisetag Cuenca

09.04.2024

Die Altstadt Cuencas ist durch viele Bauten in kolonialem Stil geprägt.

Die „neue“ Kathedrale
Die „alte“ Kathedrale

Die Markthalle „Mercado 10 de Agosto“ bietet großartige Gerüche, Farbenpracht und eine irre Vielfalt an Lebensmitteln.

Der Fahrstuhl führt runter in die Obst- und Gemüseabteilung
Broiler-Hühner gut präsentiert

Neben den üblichen Lebensmittelständen gibt es noch zahlreiche Textilien, Haushaltsartikel, Hüte und natürlich Essstände.

Papas Locas – Verrückte Kartoffeln

Wir gönnten uns einen frisch gequirlten Brombeersaft.

Frische Ziegenmilch wird handgemolken direkt vor dem Markt verkauft.

Und ich musste mir einen Panama-Hut kaufen (die Fotos hierzu sind unter Verschluss und werden nur bei 😁 heftiger Nachfrage preisgegeben).

Fotos hier.

63. Reisetag Catamayo – Cuenca

08.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 240 Kilometer

Catamayo – Cuenca

Bereits kurz hinter Catamayo, es ging langsam höher hinauf, haben wir uns wieder in Michelin-Männchen verwandelt und die Regenhosen und -jacken angezogen.

Gerade noch rechtzeitig, wir kamen in die Wolken, die Sicht wurde schlecht, Nebel, dazu Regen und schmierige Straßen.

In den Tagen zuvor muss es hier oben bereits heftige Regenfälle gegeben haben, zahlreiche Landrutsche und Steinbrocken auf der Straße zeugen davon. Besonders unangenehm wenn diese plötzlich in Kurven sichtbar werden …

Dennoch kamen wir gut voran, allerdings wurde es schnell kühler. Gestern noch fuhren wir bei 44 Grad durch eine Wüste, jetzt „nur“ noch 10 Grad im Nebel!

Südamerika!

Auf unserer Fahrt nach Süden waren wir auf der gleichen Strecke unterwegs (Panamericana) und haben sie wegen der tollen Streckenführung und der grandiosen Aussichten in sehr guter Erinnerung. Die Aussichten waren dieses mal leider vernebelt.

Unsere Unterkunft in Cuenca

Entschädigung bietet Cuenca. Wir werden hier zwei Nächte verbringen.

Die blauen Kuppeln

Besonders beeindruckend war der Mercado in Cuenca.

Kaufrausch

Fotos hier.

62. Reisetag Piura – Catamayo

07.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 290 Kilometer

Piura – Catamayo
Wieder in Ecuador, 2.200 Meter Höhe

Dies war wieder einmal eine Strecke voller Gegensätze.

Start morgens in Piura, einer Stadt, die inmitten der Sechura-Wüste liegt, entsprechend heiß ist es bereits am Morgen.

Wüste, das Bild stimmt nicht ganz. Rings um Piura sieht man riesige Reisfelder und überhaupt intensive Landwirtschaft. Der Piura-Fluß aus den Anden bringt genügend Wasser, um inmitten einer Wüstenlandschaft Landwirtschaft zu betreiben.

In der Sechura-Wüste

Das sind sehr merkwürdige Eindrücke: soeben noch fahren wir durch eine absolut trockene, sandige Wüstenlandschaft, in der auch noch heißer Wind weht, dann passieren wir eine Lagune mit Flamingos, dann gibt es vereinzelt Salzpfannen, plötzlich ein Fluß (von einer Brücke aus werden wir Zeugen einer Erwachsenentaufe), dann eine staubige Straße entlang der Küste, fischverarbeitende Industrie mit entsprechendem Gestank, Fischerboote, dann erstmal nichts, dann plötzlich Reisfelder (!).

Nach einiger Zeit haben wir die Reisfelder hinter uns gelassen, wir fahren Richtung Grenzübergang Macará und die Landschaft wird wieder eintöniger, die Siedlungen ärmlicher, die Häuser irgendwie zusammengeschustert, Menschen reiten auf Eseln durch die Gegend und natürlich Müll.

Der Grenzübertritt funktionierte dank einer sehr engagierten ecuadorianischen Grenzerin ohne größere Probleme. Es dauerte allerdings dennoch zwei lange Stunden.

Und in Ecuador angekommen verändert sich plötzlich alles. Die Währung ist der US-Dollar. Kein Müll am Straßenrand, bessere, gepflegtere und modernere Häuser, alles wirkt irgendwie aufgeräumter.

Und es ging rauf in die Berge! Die frischere Luft, großartig.

6. Reisetag Alausi – Cuenca

10.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 180 Kilometer

Alausi – Cuenca

Kurz nachdem wir Alausi verlassen hatten und wieder auf der Panamericana Sur unterwegs waren, fuhren wir prompt in eine Wolkenbank, Nebel, die uns die Sicht auf die Berge versperrte und nicht einfach zu fahren war.

Mirador Nariz del Diablo – Teufelsnase

Die Sicht betrug nur wenige Meter, also fahren nach Gehör….war aber nicht schlimm, ich habe sowieso nicht auf die Straße geachtet und bin streng nach meinem Navi gefahren, Kurviger.de.🙃😁

Ungefähr 1 1/2 Stunden vor Cuenca dann das erste Inka-Highlight: Ingapirca.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ingapirca?wprov=sfla1

Beeindruckend die Lage, die großartig fugenlos bearbeiteten Steine und die für ein Inkabauwerk außergewöhnliche Form eines runden Turms!

Beim Rundgang erwischte uns Regen, so daß wir uns für die Weiterfahrt in Regenbekleidung verstauen. Nach kurzer Zeit wieder raus aus den Klamotten, da dann doch kein Dauerregen, dafür waren wir dann von Innen nassgeschwitzt.

Dann das Highlight des Tages: Cuenca

https://de.wikipedia.org/wiki/Cuenca_%28Ecuador%29?wprov=sfla1

Eine wunderschöne, sehr koloniale Stadt, mit buntem Treiben, fröhlichen Menschen, sauberen Plätzen und Straßen. Hier wird Karneval gefeiert.

Parque Calderón
Blick auf die Catedral de la Inmaculada
Calle Santa Ana

Unsere Unterkunft lag mitten in der Stadt, mit klassischem Patio und allem was so dazugehört. Und als Krönung durften wir unsere Motorräder in einem Hausflur mit direktem Blick auf den Patio unterstellen.

https://maps.app.goo.gl/w1cEq7RKnyPRimmD7
Patio unseres Hotels „Campanario“