72. Reisetag Pasto – Irgendwo vor Popayán

16.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 120 Kilometer

So sieht er aus der Übeltäter

Kaum waren wir aus Pasto raus und auf der Panamericana, da erwischte es Florian. Plattfuss, hinten natürlich. Gibt’s eigentlich auch Plattfuß vorne???

Links ran, aufbocken, Gepäck runter, Lage peilen.

Kurzer Versuch mit dem Kompressor Luft reinzupumpen. Aussichtslos.

Also habe ich die beiden am Straßenrand zurückgelassen und mich in Pasto auf die Suche nach einer Werkstatt gemacht. Wurde schließlich fündig.

Auf dem Weg in die Werkstatt

Nach knapp 2 Stunden war alles erledigt und wir konnten uns auf die Strecke machen.

Der Zeitverlust war nicht wirklich schlimm, da wir ohnehin nur eine kurze Etappe geplant hatten.

Kraftnahrung

Die Straße ab Pasto führt an Berghängen entlang, rechts geht es steil in tiefe Schluchten runter. Tolle Strecke durch atemberaubende Berglandschaft. Kurven und LKWs.

Was wir falsch eingeschätzt hatten war das Klima. Wir hatten uns auf eine kühlere Bergstrecke eingestellt, also lange Unterhosen usw. Stattdessen wurde es immer heißer. Es war als ob man in einen heißen Backofen reinfahren würde. Schwer erträglich, da auch kein Wind etwas frische Luft brachte.

Wir haben schließlich eine gute Unterkunft mit Klimaanlage gefunden.

Heute Abend auf der Terrasse ein kleines Sandwich und Lulo. Erfrischend!!!

Fotos hier.

71. Reisetag Ipiales – Pasto

15.04.2024

Gefahrene Strecke ca. 90 Kilometer

Ipiales – Pasto

Heute haben wir uns zu einer relativ kurzen Etappe entschieden, die zudem größtenteils über eine phantastisch gut ausgebaute mehrspurige Schnellstraße führte.

Wir haben Informationen erhalten, dass es aktuell hier in den Regionen Nariño und Cauca zu Problemen zwischen der Staatsmacht und regionalen Guerilla- und Drogenbanden, die scheinbar oft deckungsgleich sind, mit Anschlägen auch entlang der Panamericana kommt.

Hinzu kommt, dass aktuell in einem Abschnitt vor Popayán, unserem eigentlich nächsten Ziel,  die Bewohner einiger Gemeinden die Straße aus Protest gesperrt haben. Sie protestieren damit gegen offensichtlich mangelnde oder gar nicht erfolgte Unterstützung durch den Staat nach Erdrutschen im letzten Jahr.

Inzwischen scheint die Sperrung wieder aufgehoben zu sein.

Da wir unter keinen Umständen nach Einbruch der Dämmerung auf der Panamericana unterwegs sein wollen, haben wir uns entschlossen den morgigen Abschnitt Pasto-Popayan, knapp 300 Kilometer, zu verlangsamen. Wir werden voraussichtlich nach gut 100 Kilometern Schluss machen und so für diese Strecke zwei Tage, statt nur einem Tag, benötigen. Wir werden also garantiert bei Tageslicht unterwegs sein.

Pasto

Da wir heute schon frühzeitig in Pasto eintrafen und unsere Zimmer beziehen und die Motorräder in einer Tiefgarage Unterstellen konnten, blieb uns Zeit durch Pasto zu bummeln

Außerdem mussten wir unsere kolumbianischen Sim-Karten wieder aktivieren und aufladen. Dieser hier sehr bürokratische Vorgang, erfordert erfahrungsgemäß viel Zeit und bei gelegentlich nicht ganz so kompetenten Mitarbeitern kann das eine starke Geduldsprobe werden.

Straßenszene in Pasto

Blick vom Hotel-Dach

Quirlige Stadt mit vielen Geschäften und Straßenständen.

Jesuitenkirche

1942 eingeweiht

Fotos hier.