42. Reisetag Arequipa – Colca-Canyon

18.03.2024

Gefahrene Strecke ca. 230 Kilometer

Arequipa – Cabanaconde

Unsere heutige Strecke hat mal wieder ein buntes Programm geboten. Von einer hektischen Großstadt, Hitze, Wüste, karges Hochland, Vicuñja und Lama Herden, bis zu 5.000 Meter Höhe, Hagel, Regen, Kälte, eine irre Schlucht, ein Kondor und ganz zum Schluss noch eine Geburtstagsfeier für eine 92 Jahre alte India.

Aber der Reihe nach. Raus aus Arequipa, das ist wohl wie in den meisten südamerikanischen Großstädten erstmal Chaos, Abgase, Gestank, kreuz und quer fahren, Hektik, Hupen. Das alles bei Hitze, atmen müssen aber nicht wollen wegen der Diesel-Abgaswolken …..

Geschafft. Jetzt wird’s kurvig und geht langsam höher hinaus. Der Verkehr lichtet sich so allmählich bis auf die unvermeidlichen gigantischen Sattelschlepper, Freightliner.

Immer höher – zunächst noch karges Wüstenland ringsum, unten in den Tälern, grüne, fruchtbare Flächen. Dann geht es langsam in Hochland über,  mit zuerst noch Kakteen, dann langsam in Anden-Grashochland. Die Vulkane sind hinter Wolken versteckt, es zieht langsam zu. Die Schotterpisten-Abkürzung haben wir wegen der dunkler werdenden  Wolken abgebrochen.

Gute Entscheidung. Zurück auf Asphalt im kühler werdenden Hochland kommt dann der Regen.

Dann Hagel. Es wird ziemlich kalt. Anhalten und fotografieren – bloß nicht, mit den kalten Fingern.

Und immer noch geht’s höher rauf. Es regnet nicht mehr, dafür sind wir ganz schön durchgefroren. Auf der Passhöhe wird heute mir ganz schummrig, während die anderen beiden sich noch dicker einpacken, mache ich dass ich runterkomme. Ab 4.700 m ist dann alles wieder in Ordnung.

Jetzt geht’s schnell runter, großartige Straße bisher mit ebensolchen Kurven.

Dann kommt der Canyon.

https://de.wikipedia.org/wiki/Colca-Tal?wprov=sfla1

Colca Canyon
Gigantische Tiefe

Immer am Canyon entlang, auf einer phantastischen Streckenführung. An einer Stelle gab es einen Erdrutsch, Umleitung. Durch eine gut befestigte Furt hindurch, das stark strömende Wasser schmiss Steine gegen die Räder.

Unser erster Condor!!!

Schließlich kamen wir in Cabanaconde an, ein runtergekommenes Dorf oberhalb der Schlucht gelegen. Von hier aus wollen wir morgen früh zum Condor Startgelände fahren

Mirador de los Condores

Unsere Unterkunft ist unerwartet gut, sauber, frisches Bettzeug, warme Dusche.

Wir bekamen sogar noch Abendessen in einem Restaurant und Coca-Tee. Inzwischen ist der Ort in Nebelwolken versunken und wirkt dadurch noch trister und verlassener. Es soll hier gut 100 bis 120 Einwohner geben.

Fotos hier:

https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/6w6SDt25e

41. Reisetag Arequipa

17.03.2024

Heute Vormittag besuchten wir die Kathedrale und die Jesuitenkirche.

Die Kathedrale
Orgel in der Kathedrale
Ein Seitenaltar

Die Kathedrale ist ein imposantes Gebäude, das eine komplette Längsseite der Plaza de Armas einnimmt.

Obwohl sie innen überwältigend groß und prachtvoll ist, ist sie dennoch nicht so überladen mit fast schon obszönem Prunk und Gold, wie viele der anderen Kirchen, die wir bislang besichtigten.

In ihrem Inneren überwiegt beinahe schlichter, weißer Stuck mit filigranen Ornamenten.

Detail aus der Kathedrale

Ganz anders die Kirche der Jesuiten, hier wurden die jesuitischen Missionare ausgebildet, die anschließend in das Amazonasgebiet entsandt wurden.

Besonders in einer Nebenkapelle sind die prächtigsten Farben und Motive des Dschungels zu sehen.

Die Kuppel der Seitenkapelle

Zur Missionsarbeit der Jesuiten Informationen hier:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jesuitenreduktion

Dazu kommt ein Kreuzgang, der es in sich hat.

Kreuzgang der Jesuitenkirche

Zwischen dem Kulturprogramm mussten wir natürlich auf der Plaza Mate de Coca und Kaffee trinken und nebenbei das Treiben auf dem Platz beobachten.

Aber auch dies sahen wir, ein Block von der Plaza entfernt.

Rentner, die in langen Schlangen in der prallen Sonne stehen, um bei der Banco de la Nación ihre Rente abzuholen.

Fotos hier:

https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/zc65AIdkl

Zum Abschluss des heutigen Tages und bevor es morgen zum Colca-Canyon weitergeht, gönnten wir uns ein gutes Abendessen und als flüssige Vitaminzufuhr Pisco Sour.

Ausgezeichneter Pisco Sour

40. Reisetag Arequipa

16.03.2024

Arequipa wird auch als „Die weiße Stadt“ Perus bezeichnet. Der Grund hierfür liegt in der Verwendung von weißem Sillargestein vulkanischen Ursprungs durch die Spanier.

Die kolonialen Gebäude aus weißem Gestein und im Hintergrund schneebedeckte Vulkane sind ein einzigartig schöner Anblick.

El Misti

Am Vormittag besuchten wir „Juanita“. Näheres könnt ihr hier nachlesen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Juanita_(Mumie)

Ein kleines Museum mit interessanten Exponaten. In einem kurzen Film wird die Geschichte der Entdeckung der Mumie gezeigt und der vermutliche Hintergrund.

Ein ca. 12-jähriges Mädchen wurde geopfert, um die Götter gnädig zu stimmen… Eine ergreifende Geschichte,vor allem wenn man vor der Rekonstruktion des Gesichts des jungen Mädchens steht.

Anschließend besuchten wir das Katharinenkloster.

Der koloniale Kern der Stadt besteht aus zahlreichen Kirchen, Klöstern und Gebäuden mit typisch spanischen Holzbalkonen. Ein phantastisches Bild.

Katharinenkloster

Zum Kloster gibt es eine gute App, mit der ihr einen virtuellen Rundgang durch die „Stadt in der Stadt“ unternehmen könnt.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.paulonia.santacatalina

Blick auf den Vulkan El Misti

39. Reisetag Ilo – Arequipa

15.03.2024

Gefahrene Strecke ca. 240 Kilometer

Ilo – Arequipa

Die heutige Strecke war wieder voller Gegensätze und großartiger Eindrücke.

Zunächst ging es von Ilo auf der Panamericana entlang der Pazifikküste auf einer sehr gut ausgebauten Straße, die großartige Blicke auf die Küstenwüste bot.

Kurz nach Ilo – Wrack an der Küste
Pazifik
Küstenwüste

Blick in die Berge

Teils führen tiefe Einschnitte von den Bergen runter ins Meer; in manchen wächst so einiges, wir haben sogar Olivenbäume gesehen, die an einer Stelle gepflanzt waren.

Es ist einfach ein krasser Gegensatz: trockene Wüste und zwischendurch zarter Bewuchs, teils sehr grün, also ist offensichtlich Wasser vorhanden.

Nach ungefähr 90 Kilometern bogen wir in einem Tal ab von der Küste ins Landesinnere. Dieses Tal, diese Ebene, ist sehr breit hat einen wasserführenden Fluss und ist voll landwirtschaftlich erschlossen. Dort wird Reis (!), Zuckerrohr und Mais angebaut.

Tal bei Punta de Bombón
https://maps.app.goo.gl/rkJUo7hbcFFBpd8M7

Hier legten wir eine kleine Pause ein, um unser zweites Frühstück zu uns zu nehmen (das erste bestand nur aus Nescafé und einem trockenen Brötchen).

Bistec completo

Kurz nach dem „Frühstück“ ging es dann mit tollen Kehren und sehr kurvenreich schnell aufwärts auf über 1.000 Meter.

Im weiteren Verlauf führte die Straße dann auf einer sandigen Hochebene über mehr als 70 Kilometer schnurgeradeaus. Zum Schluss nervtötend, zumal dann irgendwo vor Arequipa, als es noch einmal kurvig durch Berge höher ging, die Straße aus Richtung Lima mit zahlreichen LKW einmündete. Die schlichen dann dicht an dicht die Berge rauf…

Mit manchmal etwas gewagten Überholmanövern ließen wir der nur mühsam gebändigten Kraft von 24,5 PS ihren Lauf und erreichten schließlich Arequipa. Der Vulkan hüllte sich bei unserer Einfahrt leider in Wolken….

Die Unterkunft war schnell gefunden, ein großzügiges Appartement zu einem sehr vernünftigen Preis nicht weit weg von der Plaza de Armas, Gepäck runter, duschen und rein die Stadt.

Die Kathedrale
Arequipa mit Blick auf den El Misti
Schwach im Hintergrund der Vulkan El Misti

Fotos hier:

https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/IbEr1I9EB

38. Reisetag Ilo Pazifikküste

14.03.2024

Gefahrene Kilometer 0

Ruhe- und Faulenzertag

Ilo – Pazifikküste

Nach dem gestrigen ereignisreichen und auch anstrengenden Tag war uns heute Morgen nicht ganz danach sofort weiterzufahren. Außerdem wollten wir etwas Wärme tanken…

Also entschlossen wir uns kurzerhand für eine weitere Nacht in unserem Appartement. Der deutlich abgesenkte Preis für die zweite Nacht war hierbei auch hilfreich.

Die Hafenstadt Ilo ist nicht wirklich attraktiv. Sie ist vor allem Verladehafen für Güter, insbesondere Kupfer, das aus den in der Nähe gelegenen Mienen in den Bergen per Bahn herangebracht wird.

Außerdem ist es auch einer der Häfen, über die Bolivien seinen Seeverkehr abwickelt.

Von unseren Fenstern aus sehen wir hin und wieder ellenlange Güterzüge beladen mit Kupferblöcken, vorne drei Loks und am Ende eine weitere.

Hafenstädte sind meist ohnehin nicht sehr sauber, aber in Peru schon gar nicht.

Ein „Spaziergang“ am Strand zeigt dicke Rohre, die eine braune Brühe ins Meer leiten. Möglicherweise Abwässer aus den Mienen. Vielleicht trifft man im Meer auch „alte Bekannte“ wieder…

Jedenfalls nicht wirklich einladend; neben dem ohnehin schon zahlreichen Müll kein wirklich erhebender Anblick

Braune Abwässer
Die üblichen Müllberge
„Strand“

Diese Erfahrung gemacht war schnell klar: Baden ist nicht! Stattdessen kleinere Rüstarbeiten am Motorrad.

Bei der gestrigen Fahrt in die Nacht hinein – wunderschön bei Sonnenuntergang die sich ständig verändernden Farben der Wüstenberge – zeigte sich, das mein Scheinwerfer die vor mir liegende Straße nur sehr schlecht ausleuchtete. Ziemlich unangenehm, vor allem bei nicht angekündigten tiefen Schlaglöchern.

Also heute Scheinwerfer einstellen. Schnell gemacht. Die Himalayan ist auch hierbei ziemlich simpel aufgebaut. Überhaupt sind wir immer noch sehr zufrieden mit unseren Maschinen. Gleichmütig und völlig unempfindlich bei jeder Art von Untergrund schnurren sie zuverlässig vor sich hin. Gestern haben wir sogar schon fast Tempo 100 erreicht!!! Mehr geht hier nicht und muss auch nicht.

Braune Brühe beobachtende Vögel?

Nach dem gestrigen fettigen toten Vogel, heute Arroz Chaufa beim Chinesen. Dazu frisch gepresster Maracuyá- und Ananassaft.

https://www.google.de/m?q=arroz+chaufa&client=ms-opera-mobile&channel=new&espv=1

Morgen werden wir wieder in die Berge nach Arequipa fahren. Von dort aus weiter zum Colca-Canyon.

37 Reisetag Puno – Pazifik

13.03.2024

Fotos hier

Gefahrene Strecke ca. 440 km

Puno – Pazifik

Der Track oben ist nicht ganz korrekt. Wegen des Regens hatte ich die Stromzufuhr ausgestellt und vergessen, sie wieder einzuschalten.

Tatsächlich sind wir in Ilo am Pazifik.

https://maps.app.goo.gl/CiF7KpBpeSaWYSYR7

Die Fotos des heutigen Tages hier:

https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/dJ2VyCMhq

Heute wollten wir den Titicacasee verlassen und runter in Richtung Pazifikküste fahren. Verschiedene Routen standen zur Auswahl, schließlich entschieden wir uns für einen Vorschlag unseres außerordentlich freundlichen und hilfsbereiten Gastgebers in Puno.

Eine Strecke, die uns sehr abwechslungsreich und zum Schluss über eine Schotterpiste zwischen zwei Vulkanen hindurch zu einem kleinen Dorf führen sollte, in dem für uns Unterkünfte bereitstanden.

Unsere geplante Route

Kurz nachdem wir die erste Passhöhe bei 4.800 Meter erreicht hatten, begann es stark zu hageln. Wir konnten uns glücklicherweise so gerade eben noch unter einen schmalen Dachüberstand retten und die Regenkleidung rausholen. Die schneebedeckten Höhen in unserer Richtung verschwanden zusehends in dunklen Wolkenbänken…

Auf dieser Höhe, mitten im Nichts, lebt eine junge Frau mit drei Kindern, die uns von unserer geplanten Route erzählte, 1 Stunde Schotter.

Bislang waren wir ab Puno auf teils sehr gut ausgebauten Straßen unterwegs, die so allmählich von bestem Asphalt, unterbrochen von kurzen Schotterstrecken in reinen Schotter übergegangen waren. Vor allem im Gebiet der großartigen Felsnadeln war die Straße etwas ruppig aber gut zu fahren.

Als wir schließlich an unserem Abzweig zu der Vulkanbergstrecke ankamen und ins unheilvolle Regenwolkendunkel (Schnee?) sahen, entschieden wir kurzerhand das Wagnis nicht einzugehen und auf der guten Asphaltstraße weiterzufahren.

Da braut sich was zusammen…

Allerdings wurde das Wetter dort auch nicht besser. Jedesmal wenn es am Horizont heller wurde, hofften wir , dass es jetzt endlich runter Richtung Pazifik geht. Aber Fehlanzeige. Stattdessen ging es rauf auf 4.900 Meter Höhe.

Inzwischen wurde es zum Regen auch empfindlich kühl, 7 Grad.

Die schneebedeckte Sierra

Schließlich, kurz vor der letzten Anhöhe, setzte wieder massiver Hagel ein, der die Straße in glitschiges Weiß verwandelte. Wir konnten uns glücklicherweise wieder mal in einen Unterstand retten. Ein aufgegebenes Restaurant, eine wahre Müllhalde. Ein vorbeikommender Autofahrer berichtete, auf der anderen Seite sei die Straße trocken.

Abwarten, schließlich vorsichtig weiter und siehe da: trocken!

Wir hatten buchstäblich die Wetterscheide erreicht!

Von jetzt an ging es in rasanten Kurven (traumhaft) abwärts. An einer Tanke kurz beratschlagen, App zu Rate ziehen, auf zum Pazifik, geschätzte Ankunft 19h, im Dunkeln, egal, weiter. Gebucht, vorbei an der Kupferbergbau-Hauptstadt Perus, rein in die Küstenwüste (wärmer als auf 4.900 Meter!) , Sonnenuntergang, Pazifik, Appartement, Essen!

In der Küstenwüste angekommen

Vom Titicacasee bis zum Pazifik, 440 Kilometer, schneebedeckte Berge, kahle Hochebenen, Lagunen, Lamas, Pazifik. Tolle Strecke!

36. Reisetag Puno

12.03.2024

Gefahrene Strecke ca. 120 Kilometer

Puno umzu

Heute gab es keine besonderen Vorkommnisse. Wir unternahmen lediglich einen kleinen Ausflug in die Umgebung. Fuhren an Tafelbergen vorbei, passierten einige Chullpas (Grabtürme) auf den Tafelbergen. Die Besteigung der Berge war uns allerdings zu mühsam, zumal wir ja bereits die Chullpas von Sillustani besichtigt hatten.

Unser Ziel war eine Thermalquelle, die wir zwar erreichten, allerdings lag sie auf der anderen Seite eines Flusses und die Brücke hinüber war offensichtlich vor einiger Zeit weggespült worden.

Tafelberge
Tafelberge
Thermalbad, die Brücke hinüber ist leider weggespült

Zurück in Puno genossen wir den (endlich mal wieder) sonnigen Tag auf der Plaza Mayor, gaben uns anschließend dem Shopping-Rausch hin, besuchten eine öffentliche Wärmestube (Pizzeria mit holzbefeuertem Backofen), führten uns unter Hintanstellung sämtlicher Bedenken heute nur einen Pisco Sour zu (!) und genossen das Abendessen.

Unserer festen Überzeugung nach ist die Pizzeria-Dichte hier vor allem deshalb so hoch und sie sind deshalb so gut besucht, weil es in den Häusern keine Heizungen gibt und es drinnen einfach knochenkalt ist, egal ob die Sonne scheint oder auch nicht.

Wenn es dann auch noch regnet, dann wird es auf einer Höhe von knapp 4.000 Metern schnell empfindlich kalt.

Also auf in die Pizzeria und die gemütliche Wärme genießen, so jedenfalls unser Plan.

Morgen geht’s in die Berge und weiter nach Tacna und an die Pazifikküste, vorbei an Vulkanen und Geysiren.

35. Reisetag Los Uros -Taquile

11.03.2024

Fotos hier

Heute stand ein Ausflug zu den schwimmenden Inseln der Uros „Las Islas Flotantes de Uros“ und ein Besuch der Insel Taquile im Titicacasee an.

Fahrt zu den schwimmenden Inseln

Der Besuch bei den Uros, den Bewohnern der schwimmenden Inseln, hinterließ bei uns einen ambivalenten Eindruck.

Einerseits Disney-Land und wir waren Teil desselben, andererseits eine kluge Variante der Uros um Einkünfte zu generieren, ohne die sie vermutlich kaum eine Überlebenschance hätten.

Hier einige Gesichter der Menschen auf den Schwimmenden Inseln.

Zum Verständnis: es gibt dort Dutzende von Schilfinseln, auf denen ca. 3.000 Menschen leben. Einige wenige davon werden von Touristenbooten angesteuert, dort wird „ursprüngliches“ Leben simuliert, werden mehr oder weniger gelungene Handarbeiten verkauft, Gesang- und Tanzspektakel aufgeführt und Geld gemacht.

Dennoch, beeindruckend wie und wo Menschen leben können.

Gesangseinlage zur Begrüßung

Schilfboot

Fotos zu unserem heutigen Tag findet ihr hier:

https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/9iMNo4a5x

Von den Uros ging es dann mit dem Boot in einer 50-minütigen Fahrt weiter zur Insel Taquile.

Taquile, wunderschön inmitten des Titicacasee gelegen mit großartigen Aussichten auf den See und auf die Kordilliere (wenn nicht durch Wolken verdeckt wie bei unserem Besuch).

Aufgang vom Landungsplatz auf die Insel

Eingang zum zentralen Platz
In der Ferne die bolivianische Kordilliere

Eine Besonderheit der Insel ist die Selbstverwaltung, hier wird dafür gesorgt, dass z.B. Übernachtungsgäste einer Familie jeweils zugeteilt werden, so dass alle Einwohner am Tourismus partizipieren. Der Gruppe, mit der wir unterwegs waren, wurde ein bestimmtes Restaurant für das Mittagessen zugeteilt. Auch hier ist für eine gerechte Verteilung gesorgt. Welches Restaurant das sein wird, das wird dem Führer der Gruppe mitgeteilt.

Einschulungsfeier

Eine weitere Besonderheit sind die besonders farbenprächtigen Trachten und die strickenden Männer.

Typische Bekleidung
Einschulungsfeier

Zufälligerweise fand bei unserem Besuch auf der Insel eine Einschulungsfeier mit Musik und Tanz statt. Die Lehrer tanzten zur Musik, ein fröhliches und farbenprächtiges Schauspiel.

34. Reisetag Puno, Sillustani

10.03.2024

Fotos hier

Gefahrene Strecke ca. 110 Kilometer

Chullpas von Sillustani

Das wichtigste Erlebnis, das entscheidende Ergebnis des heutigen Tages: wir haben den ultimativen Beweis erbracht.

Das Aquädukt von Chucito
https://maps.app.goo.gl/AgrZF18VZidvhjQ69

Somit haben wir endlich den lange gesuchten Nachweis erbracht: ein römisches Aquädukt, Cäsar war hier!!!

Für Interessierte, falls sich jemand auf die Spurensuche begeben sollte: dem eingeweihten Auge offenbart sich die antike Wasserleitung von Puno kommend kurz hinter diesen Steinköpfen.

Cabezas de piedra
https://maps.app.goo.gl/f1h3C96txit1a3v3A

Ansonsten haben wir heute die Chullpas von Sillustani (Grabtürme) besucht, die auf einer Halbinsel in einer geradezu mystischen Landschaft in den Himmel ragen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Chullpas_von_Sillustani?wprov=sfla1

https://maps.app.goo.gl/nH4um8KV1PwDMGYL9
Chullpas von Sillustani

Hier konnte die Seele entweichen?

Auf dem Weg nach Sillustani passierten wir einige hier typische Gebäude.

Lamas

Von Puno aus fuhren wir schließlich noch einige Kilometer am See entlang um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen. Unterwegs begegnete uns eine Musikkapelle.

33. Reisetag Sicuani – Puno

09.03.2024

Gefahrene Strecke ca. 250 Kilometer

Sicuani – Puno

Heute haben wir eine vergleichsweise lange Strecke zurückgelegt, ca. 250 Kilometer. Nach einem kurzen Anstieg auf 4.300 Meter Höhe ging es in einer Hochebene auf etwa 3.900 Meter Höhe fast immer geradeaus. Die Straße war etwas eintönig, es wiederholten sich die weiten, feuchten und grasigen Ebenen, die Schafe, Rinder und Alpacas.

Immer schnurgerade aus…

Die Fahrt durch Juliaca verlief gewohnt chaotisch, dichter Verkehr, kreuz und quer, Fußgänger, Hunde, feste und mobile Verkaufsstände, Abgas, Chaos, Müll, Schlaglöcher (gern auch unerwartet), LKW und Mototaxis, alles da.

Kaum ist man raus aus diesem Chaos und auf einer 4-spurigen Straße unterwegs, behindern völlig unmotiviert angebrachte Bodenschwellen, manchmal mit nur 50 Metern Abstand, den Verkehr. Völlig irre!!!

Schließlich kam der Titicacasee und unser Ziel Puno in Sicht.

Endlich – der Titicacasee
Puno

Unser Hotel, dicht hinter der Kathedrale und nicht weit weg vom Plaza de Armas, war dann schnell gefunden. Einfach, aber sauber und mit allem was nötig ist; die Zimmer schnell bezogen, die Motorräder um die Ecke auf einem bewachten Parkhof untergestellt und rein in die Stadt.

Kathedrale von Puno
Markt auf den Straßen in Richtung Hafen

Mototaxis

Abends Essen in einem Restaurant mit Blick auf die Kathedrale, Alpaca-Fleisch mit Quinoa, bzw. Reis, Pisco Sour zum Nachtisch und ein heftiges Gewitter mit Hagel aussitzen, derweil es im Restaurant von der Decke troff….

Auf dem Weg zur Unterkunft
Wassereinbruch
Kathedrale mit Hagelresten

Fotos hier.