22. Reisetag Lima – Paracas

27.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 244 Kilometer

Lima – Paracas

Heute Vormittag konnten wir unsere Motorräder nach der Inspektion abholen.

Sie waren kaum wiederzuerkennen: gewaschen, gewienert, geputzt.  Neuwertig!!

Jede einzelne Maschine wurde uns detailliert vorgeführt, jeder Schalter betätigt, jedes Detail der durchgeführten Arbeiten erklärt.

Florian war ob der absolut professionellen Übergabe ganz aus dem Häuschen!

Der Werkstattmeister Omar
… neuwertig

Anschließend zurück zum Appartement, aufsatteln und los in Richtung Paracas.

Inzwischen hatte sich die morgendliche Wolkendecke wieder verzogen und die Hitze machte uns sofort wieder zu schaffen. Ohne Bewegung Schweißausbrüche; das legte sich erst wieder, als wir schließlich, nach dem wie üblich dichten Stadtverkehr, wieder auf der Panamericana unterwegs waren.

Die Strecke führt durch die Küstenwüste am Pazifik entlang. Unter „Wüste“ dürft ihr euch hier aber nicht das Bild von Sandbergen und Dünen vorstellen, ja, auch das gibt es, aber vor allem Geröll, kahle, steinige Hügel. Dort wo bewässert wird, werden alle möglichen Feldfrüchte angebaut. Und dann gibt es noch eins: endlose Reihen von Hühner-KZ. Unter Planendächern in der Wüste in einer Art Maschendrahtkäfigen werden Abertausende Hühner gehalten. Ja liebe Hühnerfleischesser, zumindest vorläufig werde ich darauf verzichten. Gruselig ….

Und dann reihen sich in jeder Bucht riesige geplante, in Bau befindliche und teilweise halb fertiggestellte Wohnanlagen aneinander. Meist Einzelhäuser, freistehend, manchmal mit Pool.

Sieht eher trostlos aus…..

Sonnenuntergang in Paracas

Seit dem eher dürftigen Frühstück hatten wir heute nichts gegessen; etwas Cola und einige Kekse, deshalb jetzt …

Ceviche mixto, Spaghetti Meeresfrüchte, Spaghetti Lachs

…und der erste Pisco Sour!

https://de.wikipedia.org/wiki/Pisco_Sour?wprov=sfla1

21. Reisetag Lima – Royal Enfield, 5.000 km Inspektion

26.02.2024

In den Tagen zuvor hatten wir bereits mit der Royal Enfield Niederlassung in Lima via WhatsApp Kontakt aufgenommen und versucht, das Procedere der Inspektion zu klären.

Immerhin tauchen da plötzlich drei Maschinen gleichzeitig auf, etwas schmuddelig, aber natürlich außergewöhnlich – aus Kolumbien, obendrauf drei jugendliche Deutsche, na gut nicht mehr so ganz taufrische, dafür aus Hamburg; ja beim HSV gab es einen peruanischen Spieler…

Aquasport
Aprilia, Vespa, Royal Enfield und andere
Sorgfältige Aufnahme der Daten

Absolut professionelle Anamnese. Es gab erstmal einen guten Kaffee aus einer Kaffee-Maschine, die Daten der Moppeds und der Zustand wurden sehr sorgfältig erfasst, bevor sie in einen Fahrstuhl gerollt wurden, der sie dann runter in den „Reinraum“ brachte.

Top!!!

5.000 km Service-Arbeiten

20. Reisetag Lima

25.02.2024

Heute Besichtigung der Altstadt von Lima.

Mit dem Stadtbus ca. 1 Stunde Fahrt bis in die Nähe der Plaza Mayor, Plaza de Armas.

Plaza Mayor
Teils wunderschöne Fassaden
Kathedrale
Schöne Stuckfassaden
Das Pizarro-Standbild. Vom ursprünglichen Standort auf der Plaza de Armas inzwischen verbannt in einen Park am Rande der Altstadt.

https://g.co/kgs/mfxMKZ1

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Equestrian_statue_of_Francisco_Pizarro

Übrigens: das Pendant zur Statue in Lima steht im Geburtsort von Pizarro in Trujillo.

Pizarro in Trujillo, Extremadura
In der Kathedrale, Ankunft der Spanier in Tumbes
Grabmal Pizarro – Dios lo tenga en su gloria
Kathedrale
Hauptaltar der Kathedrale
Wachablösung vor dem Präsidentenpalast

Link zu Fotos von Lima:

Fotos hier.

Busfahren in Lima

Mit dem Bus ins Zentrum sind es ungefähr 60 Minuten. Also auf zur Bushaltestelle nicht weit von unserem Appartement entfernt. Um mit dem Bus zu fahren, benötigt man eine aufladbare Karte. Wo kaufen? Egal, erst mal rein in den Bus….auf unsere unbeholfene Nachfrage an den Fahrer, wurden wir geholfen…

Zwei Damen, die direkt hinter dem Fahrer saßen, stürzten sich sofort mit großartiger Begeisterung auf uns, hielten ihre Karte an das elektronische Drehkreuz und drin waren wir, erstmal….

Wir gaben ihnen natürlich sofort das Geld 2,50 Soles pro Person, 0,60 Euro. Aber jetzt ging es erst los mit der Hilfsbereitschaft, eine dritte zauberte irgendwie eine Plastikkarte hervor, die jetzt natürlich aufgeladen werden musste. Wo das?

Die erste Helferin dirigierte inzwischen den Busfahrer auf die richtige Strecke, er war offensichtlich neu auf der Linie und suchte gerade telefonisch Hilfe…

Inzwischen fand ein reger Austausch unter den Helferinnen statt, wo denn am besten „unsere“ Karte aufgeladen werden könnte…auch das wurde gelöst, der Fahrer angewiesen irgendwo zu halten, eine „Kartenaufladerin“ herbeigerufen, unsere Karte aufgeladen und weiter ging’s.

An der Zielhaltestelle angekommen, erklärten uns andere Fahrgäste wo und wie wir zur Plaza gehen sollten und wir wurden entlassen….

Eine absolut überwältigende Hilfsbereitschaft!!! Danke Peru!!! 😊

19. Reisetag Barranca – Lima

24.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 220 Kilometer

Barranca – Lima

Nach einem wunderbaren, sehr umfangreichen Frühstück, durch unsere reizende Gastgeberin in Ihrem Wohnzimmer serviert, starteten wir auf der Panamericana gen Lima.

Wir wollten heute auf jeden Fall noch vor 14 Uhr beim Royal Enfield Shop im Stadtteil San Isidro eintreffen, um dort eine Absprache zwecks unserer 5.000 Kilometer-Inspektion am Montag zu treffen.

https://maps.app.goo.gl/akzJoecRBDqks8Ex6

I’m Shop gab es erst mal – seit langem wieder – ganz ausgezeichneten Espresso und Cappuccino aus einer klassischen Kaffeemaschine.

Die Fahrt auf der Panamericana verlief ohne besondere Vorkommnisse, wenn man davon absieht, dass es eine deprimierende Erfahrung ist, irgendwo an der Straße, inmitten von Wüste, Sand, kleine Kinder spielen zu sehen, deren zu Hause aus mühsam zusammengestückelten Stroh- oder Bambuswänden besteht, einige kleine Palmen und wenige Büsche drumherum. In the middle of nowhere….

…buchstäblich im Nichts!

Je mehr wir uns Lima – und vor allem der vorgelagerten Hafenstadt Callao näherten – desto größer wurden die in die Wüste und an die Hügel geklatschten trostlosen, grauen, sandartigen, staubigen Siedlungen.

Die Fahrt durch Callao rein nach Lima verlief dann wider Erwarten ohne größere Probleme. Wir sind vermutlich schon etwas abgehärtet was das sich Bewegen im dichten Stadtverkehr anbelangt….

Dann bei RE vorbei und abends in unser riesiges Appartement im noblen Stadtteil Miraflores. 3 Nächte, 3 Zimmer, zwei Duschen, Waschmaschine, 6. Stock, Fahrstuhl, etc. 199,39 € für 3 Personen – entspricht 22€/pro Nacht/pro Mann. Die Motorräder stehen, gegen kleines Entgelt in Dollar an den Condominio-Wachmann, sicher in der Tiefgarage.

https://maps.app.goo.gl/TbeK2PPiL5suo2Cz9

Abends dann schlendern entlang der Promenade am Pazifik mit traumhaftem Sonnenuntergang, Crepes mit Erdbeeren, Banane und Nutella, dazu frisch gepresster Orangensaft. Köstlich!!!

Strandpromenade
…in Erwartung der Crepes!
https://maps.app.goo.gl/E8fMmp6xzV1D4mvT7
Im Parque del Amor

18. Reisetag Huaraz – Barranca

23.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 220 Kilometer

Huaraz – Barranca
Frühstück auf dem Markt in Huaraz
MotoTaxis
Cordillera Blanca
Schwertransport
Barranca – Pazifikküste

Von Huaraz ging es heute in einem Tal langsam aufwärts bis auf eine Höhe von etwas über 4.000 Meter, dann öffnete sich das Tal zu einer weiten Hochebene mit großartige n Blicken auf die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Blanca.

Link zu Bildern von der Cordillera Blanca:

https://albrecht0852.quickconnect.to/mo/sharing/qBbGAbndM

Je länger wir auf dieser Ebene fuhren desto kälter wurde es uns. Heute waren wir das erste Mal durchgefroren, das hielt auch noch an, bis wir nach einer rasanten Abfahrt auf ca. 2.800 Metern angekommen waren.

4.059 Meter Höhe

Die Fahrt durch ein enges Tal abwärts wurde durch diverse Baustellen unterbrochen. An einer Stelle hatte es einen gewaltigen Bergrutsch gegeben – wir könnten sehen, dass ein riesiger Felsen beim Abgang ein Haus zerstört hatte. Glücklicherweise konnten wir mit den Motorrädern uns an der langen Schlange vorbei an die Spitze setzen. Wartende erzählten un, dass sie dort bereits seit 2 Stunden standen.

Die Vegetation änderte sich von der kargen Hochebene, Milchviehwirtschaft, zu Bananen, Zuckerrohr, Mais und anderen Produkten je tiefer wir kamen. Innerhalb weniger Stunden von Gletschern zum Pazifik – beeindruckend!

Endlich wurde es auch wärmer, lange Unterhosen, warme Kleidung aus, Lüftungsklappen auf und wieder aufs Schwitzen einstellen und weiter.

Abendessen mit Blick auf die untergehende Sonne am Pazifik-Strand!!!

Ein Wort zu unseren Unterkünften:

Wir buchen bislang meist einen Tag im Voraus, entweder über ein Buchungsportal oder, falls nicht möglich, rechieren über Maps, Telefonnummer und Namen heraussuchen und dann via WhatsApp.

Klappt hervorragend. Wir waren mit jeder Unterkunft zufrieden, meist sehr freundliche und hilfsbereite Gastgeber; hier in Barranca z.B. wurden wir gleich mit einer riesigen Trinkwasserflasche und Eis empfangen, bewachte Garage für die Motorräder direkt gegenüber. Wo das Parken an der  Unterkunft nicht möglich ist, findet sich immer eine sichere Garage o.ä. in der Nähe.

Die Motorräder 🏍️ laufen ausgezeichnet!! Sehr niedriger Verbrauch – ca. 3 ltr/100km – gute Sitzposition, gutes Fahrwerk, super Fahrverhalten auf schlechtem Untergrund.

Bislang 3.000 Kilometer Strecke seit Abfahrt in Cali.

Navigation: Kurviger

17. Reisetag Chavin de Huantar – Huaraz

22.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 110 Kilometer

Chavin de Huantar – Huaraz

Heute Vormittag besuchten wir zunächst die Ruinen von Chavin de Huantar; beeindruckend, was dort vor ca. 2.500 Jahren errichtet wurde. Es gibt dort etliche labyrintartige Gänge, in die man hinabsteigen kann; und inmitten der unterirdischen Anlagen dann das Heiligtum. Eine dolchartige Figur.

Der Idolo
Idolo
Unterirdische Gänge
Labyrinth
Blick auf einen Teil der Anlage

Im Anschluss an die Ruinen fuhren wir mit einem Moto-Taxi zum Museum von Chavin. Großartige Exponate!

MotoTaxi

Anschließend auf einer guten Straße über einen Pass nach Huaraz. Im Vergleich zu gestern eine geradezu erholsame Motorradfahrt, mit phantastischen Szenerien.

Kommt hier häufiger vor.
Der Tunnel auf der Passhöhe
Passhöhe
Cordillera Blanca

16. Reisetag Chacas – Chavin de Huantar

21.02.2024

Fotos hier

Gefahrene Strecke ca. 120 Kilometer

Chacas – Chavin de Huantar
Cordillera Blanca
Feldbestellung mit Holzpflug

Der heutige Tag war der bislang anstrengendste unserer Reise. Anfangs noch etwas Asphalt, kurvenreich durch eine liebliche Landschaft mit grandiosen Ausblicken auf die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Blanca, ging es anschließend nur noch auf Schotter aufwärts um zum Schluss
auf einer Schikanen-Piste zum Ziel zu führen.

…so sehen Helden aus!

Die Schikane bestand aus zahlreichen, hinterhältigen und in Peru sehr beliebten Bodenschwellen. Manchmal sind diese Dinger kaum sichtbar und entfalten ihre volle Tücke erst dann, wenn man schon knapp aufgesetzt hat. Nieder mit den Bodenschwellen!!!!

Royal Enfield Himalayan
Auf 4.000 Meter Höhe Kohleabbau
Passhöhe
Cordillera Blanca
…etwas platt!

Unser heutiges Ziel ist Chavin de Huantar.

An der Plaza de Armas

https://de.wikipedia.org/wiki/Chav%C3%ADn_de_Hu%C3%A1ntar?wprov=sfla1

Die archäologische Stätte werden wir morgen Vormittag besuchen. Hatte heute leider schon ab 15 Uhr geschlossen.

15. Reisetag Caraz – Chacas

20.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 120 Kilometer

Caraz – Chacas

Die Tour heute hatte es in sich und das in vielerlei Hinsicht.

Zunächst einmal sah das Wetter nicht wirklich viel versprechend aus, von Bergen oder Gletschern war nichts zu sehen. Wir hatten uns allerdings fest vorgenommen auf jeden Fall – auch bei Regen – über die Cordillera Blanca zu fahren.

Nach einem guten Frühstück, Reis mit Rühr- bzw. Spiegelei, klärte es zaghaft auf.

Aber dann: soeben biegen wir auf die eigentliche Bergstraße ein, Platten hinten.

Natürlich war das Glück mal wieder mit uns, die Schraube hatte uns mitten in einem Ort, Carhuaz, erwischt. Da muss es doch mindestens eine Werkstatt geben. Also, absatteln, kurze Checkung mit dem zweiten Motorrad, natürlich gibt es mehr als einen Reifenspezialisten im Dorf.

Florian und ich schoben das Mopped zur Werkstatt während FriWi das Gepäck sicherte.

Sehr elegant

Der Schlauch war leider nicht zu flicken. Und jetzt kommt die Überraschung: ja, natürlich haben wir einen Reserveschlauch dabei, originalverpackt, vom RE-Händler in Cali verkauft, leider ist das was draufsteht nicht drin.

Aber auch kein Problem, der Schrauber zauberte den passenden Schlauch herbei, montiert und weiter geht’s.

120/90-17 muss drauf
100/90-17 vom Händler verkauft

Und jetzt kam der spektakuläre Teil der Strecke.

Der Huascaran, der höchste Berg in Peru 6.768 m
Sehr gute Asphaltstraße
Gletscher
Gletscher
Unser höchster Punkt, kurz vor dem Passtunnel
Gletscher
Reichlich Spitzkehren

Das war heute wirklich eine atemberaubend schöne Strecke. Fast meinte man die Gletscher mit Händen greifen zu können, so dicht schienen sie zu sein; blauschimmernd und langsam ins Tal hinabgleitend. Grandiose Ausblicke und zahlreiche Spitzkehren und Wasserfälle…

Chacas ist ein hübsches kleines sehr gepflegtes Dorf.

Wir sind direkt an der Plaza untergekommen.

Ortsverwaltung
Plaza mit Cordillera Blanca
Blick vom Hoteldach
Kirche an der Plaza
Kirchenportal

14 Reisetag Lagunas de Llanganuco

19.02.2024

Gefahrene Strecke ca. 80 Kilometer

Caraz – Lagunas de Llanganuco

Als wir heute vor 8 Uhr starteten waren die Berge noch in Wolken eingehüllt, so dass wir leider keinen Blick auf die Bergspitzen oder gar Gletscher hatten.

Nach dem Frühstück klärte es dann langsam auf und wir starteten gleich auf einer Piste, die es in sich hatte. Ziemlich steil, Schotter mit tiefen, festgefahrenen Rinnen und reichlich Spitzkehren. Wir hatten zu tun – außerdem gab es hin und wieder überraschenden Gegenverkehr.

Sturz, keine Beschädigungen, weder Mann noch Motorrad
Yungay viejo

Hier ereignete sich 1970 eine Katastrophe, bei der vermutlich 19.000 Menschen ums Leben kamen. Unten im Tal sieht man den Erinnerungsort an diese Katastrophe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Yungay_%28Peru%29?wprov=sfla1

Von dem kleinen Umfaller abgesehen, verlief unsere Tour aufwärts spektakulär, vor allem was die Aussichten anbelangt.

Und schließlich:

3.850 Meter Höhe
Unser erster Gletscher