Auf unserem Fußweg vom Hotel über die Plaza Grande bis zur Basilica del Voto Nacional haben wir gleich einige Highlights erlebt.
20 Minuten Fußweg
Als erstes kamen wir am Militärmuseum vorbei. Hört sich nach Waffen usw. an, ist allerdings eher Kunstausstellung und Veranstaltungsgebäude.
Wir wurden von einer freundlichen jungen Dame durch das Gebäude geführt und ausführlich informiert.
Militärmuseum Fotoausstellung im Militärmuseum
Anschließend besuchten wir eine Kunstausstellung, Museo Camilo Egas. Ein bedeutender ecuadorianischer Maler.
Camilo Egas
Dann hielt uns ein Schokoladengeschäft auf. Verlockende Süßigkeiten und ein sehr freundlicher Inhaber, der uns diverse Verkostungen anbot und über die Kakaoproduktion erzählte.
Eine imposante aus Beton errichtete Neogotische Kirche.
EingangsportalKirchenschiff
Die Aussicht vom Dach der Kirche, bzw. von den Türmen ist einfach umwerfend.
Im Vergleich zu den zahlreichen anderen Kirchen in Quito ist diese geradezu schlicht, zumindest wenn man die Ausgestaltung des Innenraums betrachtet.
Wo die anderen Kirchen, vor allem die Kirche der Jesuiten, den Besucher mit spätbarockem Gold geradezu erschlagen, ist die Basilica vor allem beeindruckend durch die in den Himmel strebenden gotischen Pfeilerbündel und die Kirchenfenster.
Iglesia la Compañía Gold, Gold, GoldBis ins Detail eine Überfülle an Verzierung und Gold
Nach Lima ist Quito nun die zweite Hauptstadt und wichtigste Metropole, die wir auf unserer Reise besuchen.
Lima am Pazifik mit einer tollen Küstenpromenade, Quito in den Bergen auf 2.800 Meter Höhe gelegen mit Blick auf großartige Bergspitzen (wenn sie nicht gerade hinter Wolken verborgen sind).
Vor unserer Fahrt nach Quito hat uns natürlich die Sicherheitslage beschäftigt; der Blick von zu Hause aus lässt so manches dramatischer erscheinen, als es vor Ort tatsächlich ist.
Der Ausnahmezustand und die damit verbundenen Ausgangssperren im Land sind inzwischen aufgehoben. In Quito selbst ist außer einer Zugangssperre zum Präsidentenpalast im Straßenbild nichts zu spüren.
Auch auf unserer Fahrt von der peruanischen Grenze hierher gab es keine verschärften Verkehrskontrollen oder ähnliches. Einmal wurden wir unterwegs kurz angehalten, allerdings eher aus Neugier und Interesse. Keine Frage nach Papieren, nur freundliches Gespräch.
„Wir kommen aus Deutschland“ ist ein Zaubersatz und bringt immer freundliches Lächeln in die Gesichter.
Die Straßen in Ecuador sind, wie meist auch in Peru, in gutem Zustand und lassen sich mit dem Motorrad, vor allem in den Bergen, hervorragend fahren.
Unterschiede, die wir feststellen:
In Peru ist der elektronische Zahlungsverkehr viel weiter fortgeschritten, fast überall selbstverständlich, natürlich abgesehen von Straßenhändlern und kleineren Läden. Zahlen mit Handy, NFC, kein Problem. Wir müssen weniger mit Bargeld hantieren und mit uns führen. Sehr praktisch.
Ecuador ist auf diesem Gebiet deutlich weiter zurück. Zahlung per Handy ist hier ziemlich unbekannt, wenn es dann mal klappt, sind die Verkäufer oft überrascht. Wie kürzlich an einer Tanke erlebt.
Müll am Straßenrand und in der Landschaft ist in Ecuador eher die große Ausnahme. Es gibt Abfallkörbe!
Die Häuser, die Dörfer und Städte wirken insgesamt gepflegter, moderner, reicher, teils mit Liebe zum Detail gestaltet, Blumenkästen vor der Tür, aufgeräumter.
Die Menschen hier wie dort sehr freundlich und hilfsbereit!!! Einfach großartig!!!
Heute war die Sicht auf die Berge schon deutlich besser als in den letzten Tagen, keine Fahrt durch die Wolken und kein Regen!!
Leider konnten wir die beiden Vulkane Chimborazo und Cotopaxi nicht sehen. Beide versteckten sich hinter den Wolken, schade.
CotopaxiCotopaxi
Je mehr wir uns Quito näherten, desto dichter wurde der Verkehr, teils 4-spurig je Richtung.
Wir hatten etwas Bammel vor der Fahrt in die Millionenstadt, wider Erwarten kamen wir ziemlich problemlos direkt bis in das Altstadtviertel. Unser Hotel liegt nur wenige Fußminuten vom zentralen Platz entfernt.
Plaza GrandePlaza Grande
Bei unserem ersten Bummel durch die Altstadt konnten wir keinerlei Anspannung oder besondere Sicherheitsmaßnahmen wahrnehmen. Außer: der Präsidentenpalast ist weiträumig mit Gittern abgesperrt und kann nicht besichtigt werden.
Es sind viele Sicherheitskräfte auf den Straßen unterwegs. Allerdings wirken diese keineswegs martialisch, sondern sehen eher absolut harmlos aus. Das haben wir in Peru ganz anders erlebt.
Quito, Innenstadt, Fußgängerzone
Vor der Jesuitenkirche fand eine religiöse Feier zur Marienverehrung statt mit anschließendem Umzug durch die Straßen.