27.04.2024
Ein Fazit nach 11.000 Kilometern in Südamerika auf Asphalt (mit Schlaglöchern), Schotter, Sand, felsigem Untergrund, Regen, Hagel, Wüstenhitze.
Gerne, immer wieder!!!

Die Royal Enfield Himalayan mit ihren 411 CC und 24,5 PS ist für Südamerika genau das richtige Motorrad.
Die Leistung ist völlig ausreichend; hier gelten die 411 CC als hochvolumig! Die Reisegeschwindigkeit bewegte sich meist so zwischen 60 und 80 km/h. Über lange Strecken ging es oft nur im 2. Gang.
Nach der ersten Inspektion, die wir in Lima bei ca. 4.500 km in einer RE-Werkstatt haben durchführen lassen, hat die Maschine noch mal so richtig an Durchzugskraft gewonnen. Jetzt war sie richtig eingefahren.
Im Verbrauch sehr sparsam, immer so etwas über 3 ltr./100km.
Ölverbrauch nicht feststellbar.

Sitzposition sehr gut. Aufrecht, guter Knieschluss, gute Sitzbank. Keine Probleme.

Zuverlässiger Motor, mit guter Treckercharakteristik, vor allem von unten rauf, säuft nicht ab, gutmütig. Entspannte Drehzahl. Gerade auf schlechtem Gelände eine absolute 1.

Das Fahrwerk ist absolute Spitze. In jeder Situation zuverlässig, zieht locker durch jeden Untergrund, plötzliche Schlaglöcher irritieren nicht. Zieht stoisch seine Bahn. Schluckt alles, verzeiht alles.

Auf Schotter eine wahre Freude. Fliegen über Wellblechpisten geht wunderbar.


Die Koffer und die zugehörigen Träger, Marke Bison, hecho en Colombia, haben eine ausreichende Größe, ca. 30 ltr. Sind massiv, schließen dicht, halten einiges aus, sind relativ schnell zu befestigen und wieder abzunehmen. Haben auf dem Deckel noch diverse Ösen für die Verzurrung von weiterem Gepäck.
Die Träger sind aus Eisen, sehr stabil. Allerdings schlecht verarbeitet, zumindest was den Farbanstrich anbelangt.
Schwarz auf Eisen ohne Grundierung = Rost.