Nachdem die beiden nun gut wieder in Lüneburg eingetroffen sind, werde ich mich noch einige Tage in Cali aufhalten und dann nach Santiago de Chile fliegen.
Von dort aus werde ich zur Osterinsel fliegen, wieder zurück nach Santiago und anschließend in den Norden Chiles zur Atacama-Wüste fahren, wieder zurück nach Santiago und Ende Mai 2024 via Brasilien zurück nach Deutschland.
Am heutigen Tag hatte ich ursprünglich geplant nach Calama zu fahren, dort die Kupfermine von Chuquicamata zu besuchen und anschließend weiter nach Antofagasta.
Der Besuch der Mine ist kostenlos und wird täglich von der Minengesellschaft Codelco angeboten. Man muss sich zuvor via Email anmelden und erhält dann eine Terminbestätigung.
Diese Bestätigung hatte ich bislang nicht erhalten. Deshalb rief ich bei der Gesellschaft an, nur um nach einigem hin und her zu erfahren, dass seit Corona keine Führungen mehr stattfinden.
Schade. Einerseits.
Andererseits sehr schön! Ich konnte mir also bei meinem letzten Highlight, dem Besuch des Marstals oder Tal des Todes, viel Zeit lassen.
Und das war es wert!!!
Valle de la MuerteBlick vom Mirador am Valle de la Muerte
Schon die Fahrt ins Tal hinein, außergewöhnlich schön!
Neben großen Sanddünen, auf denen man surfen kann, gibt es die unglaublichsten Felsformationen und kleine gewundene Täler, die nirgendwo enden…
Natürlich hat es mich gereizt dort hineinzugehen. Nach wenigen Schritten umgibt dich eine absolute Stille, nichts, absolut nichts ist zu hören, es ist einfach still, wie auf dem Mars? Jedenfalls wie irgendwo ganz weit weg von jeder Zivilisation; ich fand es wunderschön und bin einfach nur weitergegangen…immer wieder sind kleine Gewächse zu sehen, wie ist das möglich? Leben, vereinzelt kleine Vögel, die bei meiner Annäherung aus den kleinen Sträuchern schnell irgendwohin fliegen, Leben in dieser lebensfeindlichen ? Welt.
Plötzlich überkommt mich der Gedanke, was ist wenn ich mir hier irgendwo den Knöchel stauche, den Fuß breche? Wird mich jemand hören? Die Flasche Wasser reicht nicht weit…
Also ganz vorsichtig, Schritt für Schritt weitergehen, nicht mehr über kleine Gräben springen und irgendwann zurück….
…da kann man sich hindurchschlängeln.
Zum Abschluss habe ich dann ei letztes Mal vom Mirador del Valle den Blick auf die Szenerie der Vulkane genossen, aufgereiht wie an einer Perlenschnur, manche mit einer kleinen Schneekappe, zieht sich die Vulkankette am Horizont entlang.
Dahinter liegt Argentinien und links Bolivien. Wie mich das reizt da rüber zu fahren….am besten mit dem Motorrad….
Heute ging’s in den Salar de San Pedro. Das ist eine riesige Salzpfanne, die sich von Nord nach Süd entlang der Andenvulkane erstreckt.
Inmitten diese Salars gibt es etliche Lagunen, eine hat de Namen „Ojos del Mar“ , Augen des Meeres. Irgendwie ganz passend. Rosafarbene Flamingos wurde dort extra für die Touristen als malerische Fotomotive platziert…
Und ja, Schwimmen geht auch, aber eisig kaltes Wasser. Dafür mit Auftrieb, sehr salzhaltig, wie im Toten Meer.
Ich bin gerade nicht zu sehen, bin getaucht😁🙃2.344 Meter Höhe
Auf dem Weg von der Küste nach Calama in der Atacama-Wüste sieht man vor allem aufgewühlte Erde, Abraumhalden und gelegentlich gefühlt kilometerlange Züge mit Schüttgut.
AbraumhaldeAuf dem Weg nach Calama
Bei Calama waren riesige Staubwolken zu sehen, die vermutlich in der Gegend von Chuquicamata, der größten Kupfermine der Erde, aufgewühlt werden.
Ruta del DesiertoGrabstelle, Erinnerungsort. Übrigens sehr zahlreich
Je mehr man sich dem Salar von San Pedro nähert desto spektakulärer wird die Landschaft. Am Horizont zeigen sich die ersten Vulkankegel, schroffe Taleinschnitte, Geröllhänge und Sanddünen wechseln sich ab.
Atacama-Wüste Salar von San Pedro de Atacama
San Pedro selbst ist inzwischen ein hochtouristischer Ort mit allen Begleiterscheinungen, selbst Verkehrsstaus gibt es hier.
Ich habe schnell mein Zimmer bezogen und bin dann gleich weiter in Richtung Paso Jama.
Indigene Unterkunft
Der Weg nach Paso Jama bietet spektakuläre Aussichten und führt gleich am ersten Vulkan vorbei.
Richtung Paso Jama
Auf der Höhe von 4.160 Metern war dann leider Schluss, die Straße war vorübergehend gesperrt. Ein Stück weiter, auf der anderen Seite, gab es starken Schneefall und die Raumfahrzeuge konnten so schnell nicht organisiert werden.
Stopp auf dem Weg nach Paso Jama
Argentinische Motorradfahrer mit dicken BMW und Straßenbereifung hingen ebenfalls fest.
…to be continued…
Das nächste Highlight war dann das Mondtal, Valle de la Luna und der Mirador de Kari , um von dort aus den Sonnenuntergang zu bewundern.
Das Valle de la Luna beeindruckt durch bizarre Landschaft und ebensolche Felsformationen.
Tres Marias
Es gibt dort eine schmale, gewundene Schlucht, gerade mal so breit, dass eine Person hindurchgehen kann; die Schlucht war leider gesperrt.